Aktenschrank und seine Stimme nach Feierabend – erotische Sexgeschichte

Frau lehnt an Aktenschrank in leerem Büro während Mann sich ihr dominant nähert

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ein verdammter Aktenschrank zum Auslöser für das werden würde, was danach geschah. Aber manchmal braucht es nur einen Moment – einen einzigen, unerwarteten Augenblick –, und plötzlich kippt alles.

Es war kurz nach acht. Die meisten Kollegen längst weg, nur noch das Summen der Klimaanlage und das Flackern der Neonröhren im Flur. Ich hatte den ganzen Tag versucht, diese verdammte Quartalsauswertung fertig zu kriegen, und jetzt fehlte mir noch ein Ordner. Natürlich ausgerechnet der, der im obersten Fach des Aktenschranks lag – ganz hinten, versteht sich.

Ich zerrte an dem alten Ding, aber das Fach klemmte. Typisch. Also stellte ich mich auf die Zehenspitzen, reckte mich, versuchte es mit Gewalt. Der Rock rutschte dabei höher, als mir lieb war, aber wen interessierte das schon? Hier war ja niemand mehr.

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„Brauchst du Hilfe?“

Die Stimme kam aus dem Nichts. Tief, ruhig, mit einer Spur Belustigung drin. Ich fuhr herum und wäre fast gestolpert.

Er stand in der Tür. Groß, Anfang vierzig vielleicht, dunkles Hemd, hochgekrempelte Ärmel. Ich kannte ihn vom Sehen – Cyprian, einer aus der Rechtsabteilung. Wir hatten noch nie miteinander gesprochen.

„Ich… ja, das Ding klemmt.“

Er kam näher. Nicht hastig, nicht zögerlich. Einfach selbstverständlich, als hätte er jedes Recht dazu. Und während er sich neben mich stellte, spürte ich seinen Blick. Nicht aufdringlich, aber präsent. Sehr präsent.

„Darf ich?“

Ich trat einen Schritt zur Seite. Er griff nach oben, seine Hand streifte dabei meinen Arm, und mit einem festen Ruck löste sich das Fach. Der Ordner landete auf dem Boden. Wir bückten uns gleichzeitig.

Unsere Hände berührten sich.

Eine Sekunde. Vielleicht zwei. Aber ich spürte, wie sich etwas in mir anspannte. Dieser Moment dehnte sich aus, wurde schwer, aufgeladen mit etwas, das ich nicht benennen konnte.

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„Danke“, murmelte ich und wich seinem Blick aus.

„Kein Problem.“ Er richtete sich auf, hielt mir den Ordner hin. „Arbeitest immer so lang?“

„Manchmal. Und du?“

„Auch manchmal.“ Ein kleines Lächeln. „Aber heute hatte ich gehofft, dass jemand noch hier ist.“

Mein Puls beschleunigte sich. „Ach ja?“

„Ja.“ Er lehnte sich gegen den Schreibtisch, verschränkte die Arme. „Ich hab dich schon öfter beobachtet. Wie du arbeitest. Wie du dich konzentrierst. Wie du manchmal diese kleine Falte auf der Stirn bekommst, wenn dir etwas nicht passt.“

Ich schluckte. „Das ist… ziemlich direkt.“

„Ich weiß.“ Seine Stimme wurde eine Spur leiser, intensiver. „Aber ich hatte das Gefühl, dass Direktheit genau das ist, was du brauchst.“

Mein Verstand sagte mir, dass ich jetzt gehen sollte. Dass das gefährlich war. Aber mein Körper hörte nicht zu. Stattdessen blieb ich stehen, schaute ihn an, ließ seine Worte in mir nachklingen.

„Was willst du?“, fragte ich schließlich.

„Das fragst du dich doch auch, oder?“ Er kam einen Schritt näher. „Was ich will. Was du willst. Was passieren würde, wenn…“

Er beendete den Satz nicht. Musste er auch nicht.

Meine Finger krallten sich in den Ordner. „Cyprian, ich…“

„Du musst nichts sagen.“ Seine Hand hob sich, strich eine Strähne aus meinem Gesicht. Die Berührung war sanft, aber dahinter lag etwas Bestimmtes, fast Forderndes. „Du musst nur entscheiden. Jetzt.“

Ich hätte nein sagen können. Hätte den Ordner nehmen und gehen können. Aber stattdessen ließ ich ihn auf den Schreibtisch fallen und sah ihm in die Augen.

„Okay.“

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Das Wort war kaum draußen, da hatte er mich schon an sich gezogen. Seine Lippen auf meinen, hart, fordernd, ohne Zögern. Und ich küsste ihn zurück, mit einer Intensität, die mich selbst überraschte. Es war, als würde etwas in mir aufbrechen – etwas, das ich viel zu lange zurückgehalten hatte.

Seine Hände glitten über meinen Rücken, fanden die Knöpfe meiner Bluse. Ich hörte mich selbst leise stöhnen, als seine Finger meine Haut berührten. Alles ging schnell und gleichzeitig wie in Zeitlupe.

„Du bist so verdammt schön“, murmelte er gegen meinen Hals, während seine Lippen eine Spur nach unten wanderten. „Und du weißt es nicht mal.“

Ich wollte etwas erwidern, aber dann schob er mich sanft gegen den Schreibtisch, hob mich darauf, und plötzlich war da nur noch sein Körper, seine Wärme, seine Hände, die meinen Rock hochschoben.

„Warte“, keuchte ich. „Hier? Jetzt?“

„Genau hier. Genau jetzt.“ Seine Stimme war rau, ungeduldig. „Wenn du nicht willst, sag es jetzt.“

Aber ich sagte nichts. Stattdessen zog ich ihn wieder zu mir, küsste ihn erneut, während meine Beine sich um seine Hüften legten.

Die nächsten Minuten verschwammen zu einem Chaos aus Berührungen, Atemzügen, leisen Worten, die ich später nicht mehr genau rekonstruieren konnte. Seine Finger zwischen meinen Beinen, geschickt, bestimmt, als wüsste er genau, was ich brauchte. Mein Kopf fiel nach hinten, ich klammerte mich an seine Schultern, spürte, wie sich alles in mir zusammenzog.

„Cyprian…“

„Ich weiß“, flüsterte er. „Ich spüre es.“

Und dann kam er in mir an, mit einem Stoß, der mich aufschreien ließ. Nicht vor Schmerz – vor Erleichterung. Als hätte ich genau darauf gewartet, ohne es zu wissen. Er bewegte sich langsam zuerst, ließ mir Zeit, mich an ihn zu gewöhnen, aber dann wurde er fordernder, härter, und ich liebte es.

Der Schreibtisch knarrte unter uns. Irgendwo fiel ein Stift zu Boden. Aber das alles war so weit weg. Ich war nur noch bei ihm, bei dem Rhythmus, der sich zwischen uns aufbaute, bei dem Gefühl, endlich – endlich – loszulassen.

„Schau mich an“, befahl er, und ich gehorchte. Seine Augen waren dunkel, intensiv, und in ihnen lag etwas, das mich noch mehr anmachte als alles andere. Kontrolle. Aber nicht die kalte, distanzierte Art – sondern die, die mich tragen wollte.

„Ich will, dass du kommst“, sagte er leise. „Jetzt. Für mich.“

Seine Worte, seine Stimme, die Art, wie er mich anschaute – es war zu viel. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenballte, wie die Welle näher kam, unaufhaltsam. Und dann brach sie über mir zusammen, riss mich mit, ließ mich seinen Namen schreien, während ich mich an ihm festkrallte.

Er folgte kurz darauf, mit einem tiefen Stöhnen, das ich noch Tage später in meinen Gedanken hören würde.

Danach blieben wir eine Weile einfach so, an den Schreibtisch gelehnt, seine Stirn gegen meine. Unsere Atemzüge beruhigten sich langsam.

„Das war…“, begann ich.

„Ja.“ Er lächelte. „Das war es.“

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Was kam jetzt? Würden wir so tun, als wäre nichts gewesen? Würde er morgen an mir vorbeigehen, als wären wir Fremde?

„Hör zu“, sagte er, als könnte er meine Gedanken lesen. „Ich will nicht, dass das hier ein einmaliges Ding wird. Ich will mehr.“

Mein Herz machte einen Sprung. „Mehr?“

„Ja. Mehr von dir. Mehr von… dem hier.“ Seine Hand strich über meinen Oberschenkel. „Aber nur, wenn du das auch willst.“

Ich dachte an mein Leben, an die Routine, an die Langeweile, die sich eingeschlichen hatte. Und dann dachte ich an das, was ich gerade gefühlt hatte. An die Intensität, die Lebendigkeit. Es war, als wäre ich nach Feierabend in eine andere Welt gestolpert, in der alles möglich war.

„Ich will es“, sagte ich leise.

Sein Lächeln wurde breiter. „Gut.“

Wir ordneten unsere Kleidung, sammelten die verstreuten Unterlagen auf. Die Normalität kehrte zurück, aber sie fühlte sich anders an. Aufgeladener. Verheißungsvoller.

Als wir gemeinsam das Büro verließen, legte er kurz seine Hand auf meinen Rücken. Eine kleine Geste, aber sie bedeutete alles.

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„Wann sehen wir uns wieder?“, fragte ich im Aufzug.

„Morgen. Nach Feierabend.“ Er zwinkerte. „Ich glaube, ich kenne da noch einen anderen Raum, der abends leer steht.“

Ich lachte, überrascht von meiner eigenen Kühnheit. „Du hast das geplant, oder?“

„Vielleicht.“ Er beugte sich zu mir, flüsterte mir ins Ohr. „Aber glaub mir, das hier war erst der Anfang.“

Ein Schauer lief durch meinen Körper – nicht vor Kälte, sondern vor Vorfreude.

Die Aufzugtür öffnete sich. Draußen war es dunkel geworden, die Straßenlaternen warfen orangefarbenes Licht auf den Parkplatz. Wir gingen zu unseren Autos, und bevor wir uns trennten, zog er mich noch einmal an sich, küsste mich lange und tief.

„Bis morgen“, sagte er.

„Bis morgen.“

Ich fuhr nach Hause, aber meine Gedanken waren noch bei ihm. Bei seiner Stimme, seinen Händen, der Art, wie er mich angeschaut hatte. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass das nicht einfach nur Sex gewesen war.

Es war eine Tür, die sich geöffnet hatte. Eine Einladung in etwas, das ich noch nicht ganz verstand, aber unbedingt erkunden wollte. Etwas, das nach mehr schmeckte – nach Affären, nach Geheimnissen, vielleicht sogar nach einem Leben jenseits der Konventionen. Ich hatte schon von Leuten gehört, die sich auf so etwas einließen, die irgendwann in die Welt der Swingerclubs eintauchten oder ihre Grenzen immer weiter ausdehnten.

Und zum ersten Mal seit langem fühlte ich mich lebendig. Richtig lebendig.

Als ich in meiner Wohnung ankam, schaute ich mich um. Alles war, wie es immer war. Ordentlich, sauber, vorhersehbar. Aber ich war nicht mehr dieselbe. Etwas hatte sich verschoben, war aufgebrochen.

Ich duschte, ließ das heiße Wasser über meinen Körper laufen, und dabei spürte ich noch seine Hände auf meiner Haut. Ich fragte mich, ob er jetzt gerade auch an mich dachte. Ob er sich vorstellte, was morgen passieren würde.

Im Bett liegend, starrte ich an die Decke und musste lächeln. Ich hatte keine Ahnung, wohin das alles führen würde. Aber zum ersten Mal seit Jahren war mir das egal.

Alles, was zählte, war dieser Moment. Diese Vorfreude. Dieses Gefühl, dass da jemand war, der mich sah – wirklich sah. Und der nicht vorhatte, mich wieder loszulassen.

Morgen würde kommen. Und ich würde bereit sein.

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