Whiskyglas und sein Lächeln in der fremden Wohnung – erotische Sexgeschichte

Mann mit Whiskyglas in moderner Wohnung, dominante Atmosphäre zwischen Fremden

Das Whiskyglas in seiner Hand funkelte im Licht der Stehlampe, und sein Lächeln – dieses verdammt selbstsichere Lächeln – sagte mir alles, was ich wissen musste. Ich hätte gehen sollen. Hätte die Tür hinter mir zuziehen und zurück in meine eigene Wohnung flüchten sollen. Stattdessen stand ich da wie ein Idiot und starrte ihn an.

„Kommst du noch rein, oder willst du die ganze Nacht im Türrahmen stehen?“ Sein Name war Joris. Joris mit diesem dunklen Lockenschopf und diesen grünen Augen, die einen durchbohrten. Er war drei Wochen zuvor eingezogen, direkt gegenüber von mir, und wir hatten genau zweimal miteinander gesprochen. Einmal beim Briefkasten, einmal im Treppenhaus.

Jetzt stand ich in seiner Wohnung.

Es war Lucas‘ Schuld. Mein Freund – nein, mein Ex-Freund seit genau vier Stunden. Der hatte mir heute Mittag eine Nachricht geschickt. Kalt. Knapp. „Das mit uns funktioniert nicht mehr.“ Nach drei Jahren. Per WhatsApp.

Ich hatte eine halbe Flasche Rotwein getrunken und war dann auf dem Flur Joris begegnet, der gerade vom Einkaufen kam. „Du siehst scheiße aus“, hatte er gesagt. Keine Umschweife. „Komm rüber. Hab Whisky.“

Und jetzt war ich hier.

Seine Wohnung war größer als meine, spärlich möbliert. Ein schwarzes Ledersofa, ein Glastisch, an den Wänden nichts als leere Nägel, wo wohl noch Bilder hängen würden. Es roch nach Sandelholz und irgendetwas anderem – herb, männlich.

„Setz dich.“ Er deutete aufs Sofa, ohne mich anzusehen, schenkte ein zweites Glas ein. Ich gehorchte. Einfach so. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

Rothaarige Frau in übergroßem Shirt sitzt nachdenklich auf schwarzem Ledersofa, Whiskyglas im Vordergrund

„Also“, sagte er und ließ sich neben mir nieder, aber nicht zu nah, „wer hat dir das Herz gebrochen?“

„Woher weißt du—“

„Man sieht’s.“ Er nippte am Whisky, und ich beobachtete, wie seine Lippen das Glas berührten. „Du siehst aus, als hättest du geweint. Oder gerade aufgehört zu weinen. Und du trägst ein T-Shirt, das mindestens zwei Nummern zu groß ist.“

„Es ist von ihm“, murmelte ich.

„Natürlich ist es das.“ Joris lehnte sich zurück, breitete einen Arm auf der Sofalehne aus. Nicht um mich, nur daneben. Aber die Geste fühlte sich trotzdem besitzergreifend an. „Wie heißt er?“

„Lucas.“

„Und was hat Lucas getan?“

Ich erzählte es ihm. Die ganze lahme Geschichte. Wie Lucas mich seit Wochen kaum noch angesehen hatte, wie der Sex – falls überhaupt – zur Pflichtübung verkommen war, wie ich längst gewusst hatte, dass es vorbei war, aber nicht den Mut hatte, es zu beenden. Joris hörte zu, ohne mich zu unterbrechen. Seine Augen verließen mein Gesicht nicht ein einziges Mal.

„Du hast also drei Jahre lang mit einem Mann zusammengelebt, der dich nicht mehr wollte“, fasste er zusammen, als ich fertig war.

„So würde ich das nicht—“

„Doch. Genau so ist es.“ Er stellte sein Glas ab, drehte sich zu mir. „Und jetzt sitzt du hier in seiner Klamotte und trauerst ihm hinterher.“

„Ich—“

„Trink.“ Er schob mir das Glas hin. Ich trank. Der Whisky brannte in meiner Kehle, warm und scharf.

„Besser.“ Joris rutschte näher. Jetzt war sein Knie nah genug, um meins zu berühren. „Weißt du, was dein Problem ist?“

„Dass ich offenbar schlechte Entscheidungen treffe?“

„Dass du nicht weißt, was du willst.“ Seine Hand landete auf meinem Oberschenkel. Einfach so. Warm, schwer, da. „Oder dass du es weißt, aber zu feige bist, es dir zu nehmen.“

Mein Herz schlug schneller. „Joris—“

„Sag mir, dass ich aufhören soll.“ Seine Stimme war leiser jetzt, rauer. „Sag es, und ich höre auf.“

Ich sagte nichts.

Seine Hand wanderte höher. Langsam. Bedächtig. Ich hätte ihn stoppen können. Hätte aufstehen und gehen können. Stattdessen blieb ich sitzen und spürte, wie mein Atem flacher wurde, wie sich alles in mir anspannte und gleichzeitig entspannte.

Nahaufnahme: Männerhand berührt den Oberschenkel der rothaarigen Frau im grauen Shirt

„Du bist so verdammt angespannt“, murmelte er. „Hat er dich überhaupt noch angefasst? In letzter Zeit?“

„Nicht… nicht wirklich.“

„Dachte ich mir.“ Seine Finger schlossen sich um meinen Oberschenkel, fester jetzt. „Du brauchst jemanden, der weiß, was er tut. Der dich nicht fragt, sondern nimmt.“

Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Und das bist du?“

„Was denkst du denn?“ Er lehnte sich vor, so nah, dass ich seinen Atem auf meinem Gesicht spüren konnte. Whisky und etwas Minziges. „Ich könnte dich jetzt küssen. Könnte dich auf dieses Sofa drücken und dir zeigen, wie es sich anfühlt, wenn dich jemand wirklich will. Aber nur, wenn du es auch willst.“

Ich wollte. Gott, ich wollte so sehr.

„Ja“, hauchte ich.

Das Lächeln, das über sein Gesicht glitt, war beinahe räuberisch. „Gut.“

Dann küsste er mich. Hart. Fordernd. Seine Hand fuhr in meine Haare, zog meinen Kopf zurück, und ich öffnete meine Lippen, ließ ihn rein. Es war nichts Sanftes daran, nichts Vorsichtiges. Er küsste, als hätte er jedes Recht dazu, und ich – ich ließ ihn.

Seine andere Hand schob sich unter mein T-Shirt, fuhr über meinen Bauch, meine Brust. Ich keuchte in seinen Mund, und er lachte leise, vibrierend gegen meine Lippen.

„Zieh es aus“, befahl er.

„Was?“

„Das T-Shirt. Zieh es aus. Jetzt.“

Ich gehorchte. Zog Lucas‘ viel zu großes Shirt über den Kopf und ließ es fallen. Joris‘ Blick wanderte über meinen Oberkörper, langsam, abschätzend, und ich fühlte mich seltsam entblößt und gleichzeitig unglaublich lebendig.

Rothaarige Frau in schwarzem BH auf Sofa blickt verletzlich nach oben zu männlicher Silhouette

„Schön“, murmelte er. „Viel besser als in Klamotten, die dir nicht gehören.“

Er schob mich zurück aufs Sofa, kletterte über mich, und plötzlich war er überall. Seine Hände, sein Mund, sein Gewicht auf mir. Er küsste meinen Hals, biss leicht in die empfindliche Haut, und ich stöhnte unwillkürlich auf.

„Magst du das?“ Seine Stimme war ein tiefes Grollen an meinem Ohr.

„Ja…“

„Gut. Weil ich noch lange nicht fertig mit dir bin.“ Er richtete sich auf, zog sein eigenes Shirt aus, und ich starrte. Joris war… verdammt. Breite Schultern, definierter Brustkorb, dieser Blick, der mir sagte, dass er genau wusste, wie gut er aussah.

„Gefällt dir, was du siehst?“

„Ich—“ Meine Stimme versagte.

„Ist schon okay. Musst nichts sagen.“ Er beugte sich wieder vor, seine Lippen an meinem Ohr. „Aber du wirst mir später sagen, wie gut ich war. Verstanden?“

Ein Schauder lief durch mich. „Verstanden.“

Seine Hand glitt zu meinem Hosenbund, öffnete den Knopf mit einer Leichtigkeit, die verriet, dass er das schon tausendmal getan hatte. Ich hob die Hüften, und er zog mir die Jeans herunter, dann die Boxer, und plötzlich lag ich nackt vor ihm.

„Fuck“, murmelte er und fuhr mit einer Hand über meinen Oberschenkel. „Du bist so verdammt heiß. Hat er dir das je gesagt?“

„Früher…“

„Dann war er ein Idiot.“ Joris stand auf, zog seine eigene Hose aus, und ich schluckte. Er war groß. Überall. Und er wusste es.

„Dreh dich um“, sagte er.

„Was?“

„Du hast mich gehört. Auf den Bauch.“

Mein Herz raste, aber ich tat es. Drehte mich um, presste meine Wange gegen das kühle Leder des Sofas. Ich hörte ihn hinter mir herumkramen, dann das Geräusch von Folie, die aufriss.

„Entspann dich“, murmelte er und legte eine Hand auf meinen unteren Rücken. „Ich mach das schon.“

Dann spürte ich seine Finger. Erst einen, dann zwei, vorsichtig, aber bestimmt. Ich keuchte, krallte meine Finger ins Leder.

„So ist es gut“, sagte er leise. „Lass es zu.“

Es war seltsam. Lucas und ich – wir hatten das kaum gemacht. Und wenn, dann war ich derjenige gewesen, der… aber jetzt, hier, mit Joris, fühlte es sich richtig an. Als wäre das genau der Ort, an dem ich sein sollte.

„Bereit?“ Seine Stimme klang angespannt jetzt, kontrolliert.

„Ja.“

Er drang in mich ein. Langsam. Zentimeter für Zentimeter. Ich biss mir auf die Lippe, atmete durch, und dann – dann war er ganz in mir, und es fühlte sich an wie… wie alles.

Nahaufnahme: Rothaarige Frau mit geschlossenen Augen und geöffneten Lippen auf schwarzem Leder

„Fuck“, keuchte ich.

„Geht’s?“

„Ja. Ja, verdammt, beweg dich.“

Er lachte leise, dann tat er es. Zog sich zurück und stieß wieder vor, und ich stöhnte laut auf. Es war intensiv, überwältigend, und ich verlor jeden Gedanken an Lucas, an die letzten drei Jahre, an alles außer diesem Moment.

Joris‘ Hand schloss sich um meine Hüfte, die andere um meinen Nacken, drückte mich tiefer ins Sofa. „Du gehörst mir“, keuchte er. „Nur mir. Verstanden?“

„Ja…“

„Sag es.“

„Ich gehöre dir.“

„Verdammt richtig.“

Er wurde schneller, härter, und ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog, wie die Spannung unerträglich wurde. Ich würde kommen. Gleich. Jetzt.

„Joris—“

„Komm für mich“, befahl er, und es klang wie ein Versprechen und eine Drohung zugleich.

Ich tat es. Kam so hart, dass ich seinen Namen schrie, dass ich alles um mich herum vergaß. Er folgte Sekunden später, vergrub sein Gesicht in meinem Nacken und stöhnte heiser.

Dann war es still. Nur unser schwerer Atem, das Knarren des Sofas unter uns.

Er zog sich zurück, und ich blieb liegen, konnte mich nicht bewegen, wollte mich nicht bewegen. Spürte, wie er neben mir zusammensackte, eine Hand auf meinem Rücken.

„Scheiße“, murmelte ich irgendwann.

„Ja.“ Seine Stimme klang amüsiert. „Scheiße trifft es ganz gut.“

Ich drehte den Kopf, sah ihn an. Er grinste. Dieses verdammte selbstsichere Grinsen.

„Du bist…“ Ich wusste nicht, wie ich den Satz beenden sollte.

„Ich weiß.“ Er beugte sich vor, küsste mich sanft. So anders als vorher. „Und du kommst morgen wieder.“

Es war keine Frage.

„Okay“, flüsterte ich.

„Gut.“ Er stand auf, reichte mir mein T-Shirt. „Dann geh jetzt. Bevor ich es mir anders überlege und dich die ganze Nacht hierbehalte.“

Ich zog mich an, stolperte zur Tür. Meine Beine fühlten sich wackelig an, mein Kopf war leer und gleichzeitig voll.

An der Tür drehte ich mich noch einmal um. Er stand da, immer noch nackt, immer noch dieses Lächeln.

Rothaarige Frau in Türrahmen blickt zurück zu lächelndem Mann in warmem Licht der Wohnung

„Joris?“

„Ja?“

„Danke.“

Er lachte. „Wofür bedankst du dich? Ich hab nur genommen, was du mir gegeben hast.“

Vielleicht hatte er recht. Vielleicht war es genau das, was ich gebraucht hatte. Nicht die sanfte Romantik, die Lucas und ich mal gehabt hatten, sondern etwas Rohes, Echtes. Etwas, das mich daran erinnerte, dass ich lebendig war.

Ich ging zurück in meine Wohnung, schloss die Tür hinter mir und lehnte mich dagegen. Mein Handy vibrierte. Eine Nachricht von Lucas. „Können wir reden?“

Ich löschte sie ungelesen.

Durch die dünne Wand hörte ich Joris‘ Musik. Leise, aber da. Ein Rhythmus, der sich in meinem Puls fortsetzte.

Morgen würde ich wieder rübergehen. Und übermorgen vielleicht auch. Denn was mit dem Nachbarn angefangen hatte, fühlte sich an wie der Beginn von etwas, das ich nicht benennen konnte – und nicht benennen wollte.

Ich zog Lucas‘ T-Shirt aus, warf es in den Müll und ging unter die Dusche. Das warme Wasser lief über meinen Körper, und ich spürte jeden Muskel, jede Stelle, die er berührt hatte. Es fühlte sich an wie eine Neuerfindung. Wie ein Neuanfang.

Als ich im Bett lag, konnte ich nicht schlafen. Starrte an die Decke und dachte an sein Lächeln, an die Art, wie er meinen Namen gesagt hatte, an das Gefühl, ihm zu gehören – wenn auch nur für diese eine Nacht.

Vielleicht war ich verrückt. Vielleicht war das alles ein riesiger Fehler. Aber zum ersten Mal seit Monaten fühlte ich mich nicht leer. Nicht verloren.

Ich fühlte mich lebendig.

Und morgen – morgen würde ich wieder an seine Tür klopfen. Nicht weil ich musste, sondern weil ich wollte. Weil diese fremde Wohnung gegenüber plötzlich mehr wie Zuhause anfühlte als meine eigene je getan hatte.

Irgendwann schlief ich ein. Und träumte von grünen Augen und einem Lächeln, das versprach, mich zu verschlingen.

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Hallo!! Mein Name ist Annabella. Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.
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