Der Sand klebte an meinen Oberschenkeln, als ich die Augen öffnete. Das rhythmische Rauschen der Wellen vermischte sich mit den Stimmen anderer Urlauber, die weiter unten am Strand lagerten. Ich hatte mich bewusst hierher zurückgezogen, zwischen die Dünen, wo die meisten nicht vorbeikamen. Ein Ort, an dem ich allein sein konnte mit meinen Gedanken und einem Buch, das ich seit Tagen nicht aufgeschlagen hatte.
„Entschuldigung – ist hier noch frei?“
Ihre Stimme klang sanft, aber bestimmt. Ich hob den Kopf und sah sie im Gegenlicht stehen. Lange, dunkle Haare, die ihr über die Schultern fielen. Ein blauer Bikini, der nicht viel verbarg. Sie hatte eine Strandliege unter dem Arm und wartete nicht wirklich auf eine Antwort – sie stellte die Liege bereits neben meine.

„Sieht so aus“, sagte ich.
Sie lächelte kurz, unpersönlich, so wie man eben lächelt, wenn man höflich sein will. Dann ließ sie sich auf die Liege fallen und zog ein Buch aus ihrer Tasche. Für einen Moment dachte ich, das war’s. Zwei Fremde, die sich zufällig einen Platz teilen. Nichts weiter.
Aber dann spürte ich ihren Blick.
„Du siehst aus, als würdest du hierher flüchten“, sagte sie, ohne von ihrem Buch aufzusehen.
„Vielleicht.“
„Vor wem?“
„Vor allem.“
Jetzt sah sie mich direkt an. Ihre Augen waren graugrün, intensiv. „Ich heiße Maren“, sagte sie.
„Jorin.“
Sie nickte, als hätte sie das bereits gewusst. „Jorin. Pass auf – ich stelle hier ein paar Regeln auf. Erstens: keine langweiligen Gespräche über Arbeit oder woher wir kommen. Zweitens: keine Lügen. Drittens: wenn ich sage, du sollst etwas tun, dann tust du es. Einverstanden?“
Ich blinzelte. „Was?“
„Du hast gehört, was ich gesagt habe.“
Sie legte ihr Buch zur Seite und streckte sich auf der Liege aus, als wäre nichts gewesen. Ihre Haut glänzte im Sonnenlicht, und ich merkte, wie mein Puls schneller wurde. Es lag nicht nur an ihrem Aussehen. Es war diese Selbstverständlichkeit, mit der sie sprach. Als hätte sie jedes Recht der Welt, mir Anweisungen zu geben.
„Warum sollte ich das tun?“, fragte ich.
„Weil du neugierig bist“, sagte sie. „Und weil du gerade darüber nachdenkst, wie es wäre.“
Sie hatte recht. Verdammt, sie hatte recht.
„Okay“, sagte ich.
Maren lächelte – diesmal anders als vorhin. Wärmer. Gefährlicher. „Gut. Dann fangen wir an. Komm her.“

Ich zögerte nur einen Moment, dann stand ich auf und ging zu ihrer Liege. Sie rückte zur Seite, machte Platz. Ihre Haut war heiß von der Sonne, als mein Arm ihren berührte.
„Leg dich hin“, sagte sie leise.
Ich tat es. Die Liege war schmal, wir lagen dicht nebeneinander. Ich spürte ihre Wärme, roch ihr Parfüm – etwas mit Vanille und Salz.
„Schließ die Augen“, flüsterte sie.
Dunkelheit. Das Rauschen der Wellen wurde lauter, eindringlicher. Ich spürte, wie sich ihre Finger über meinen Bauch bewegten, langsam, fast spielerisch. Sie zeichneten unsichtbare Muster auf meiner Haut, wanderten höher, zu meiner Brust, dann wieder runter. Jede Berührung sanft, aber zielgerichtet.
„Was denkst du gerade?“, fragte sie.
„Dass das verrückt ist.“
„Verrückt gut oder verrückt schlecht?“
„Gut“, gab ich zu.
Ihre Hand wanderte tiefer, glitt unter den Bund meiner Badehose. Ich hielt den Atem an. Sie streichelte mich dort, wo ich bereits hart war, langsam und ohne Eile. Ihre Berührung war präzise, als wüsste sie genau, was sie tat.
„Du darfst die Augen öffnen“, sagte sie.
Ich tat es. Sie sah mich an, ihr Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt. Ihre Lippen waren leicht geöffnet, und ich konnte ihren Atem auf meiner Haut spüren.
„Küss mich nicht“, sagte sie. „Noch nicht.“
Das war Folter. Ich wollte nichts mehr, als genau das zu tun. Aber ich hielt mich zurück, während ihre Hand weiterarbeitete, mich streichelte, rieb, quälte.
„Du hältst dich an die Regeln“, sagte sie anerkennend. „Das gefällt mir.“
Sie zog ihre Hand zurück, und ich stöhnte leise vor Enttäuschung. Aber dann richtete sie sich auf, schwang ein Bein über mich und setzte sich rittlings auf meine Hüften. Der Stoff ihres Bikinihöschens war dünn, ich spürte ihre Wärme durch den Stoff meiner Badehose.
„Fass mich an“, befahl sie.
Meine Hände glitten über ihre Taille, spürten die Kurven ihrer Hüften. Ihre Haut war weich und warm. Sie bewegte sich auf mir, langsam, rhythmisch, und ich spürte, wie feucht sie bereits war. Diese Situation war so ähnlich wie damals hinter den Dünen, nur dass diesmal ich derjenige war, der geführt wurde.

„Zieh mir das Oberteil aus“, sagte sie.
Meine Finger zitterten leicht, als ich nach dem Verschluss griff. Einen Moment später fiel der blaue Stoff zur Seite, und ich sah ihre Brüste, perfekt geformt, die Brustwarzen bereits hart.
„Berühr sie“, flüsterte sie.
Ich tat es. Nahm sie in meine Hände, streichelte sie, rieb mit den Daumen über ihre Brustwarzen. Sie stöhnte leise, warf den Kopf in den Nacken. Ihre Bewegungen auf mir wurden intensiver, fordernder.
„Jetzt darfst du“, sagte sie.
Ich zog sie zu mir herunter und küsste sie. Ihr Mund war heiß, hungrig. Ihre Zunge tanzte mit meiner, fordernd und weich zugleich. Ich schmeckte Salz und Süße, spürte, wie sie sich fester gegen mich presste.
Ihre Hand wanderte zwischen uns, schob meinen Badeanzug zur Seite, dann ihren eigenen. Und dann spürte ich sie, warm und feucht, wie sie sich langsam auf mich herabließ. Zentimeter für Zentimeter nahm sie mich in sich auf, und ich musste mich zusammenreißen, um nicht sofort zu kommen.
„Beweg dich nicht“, sagte sie atemlos. „Lass mich das machen.“
Sie begann sich zu bewegen, langsam zuerst, dann schneller. Ihre Hände stützten sich auf meiner Brust ab, ihre Haare fielen ihr ins Gesicht. Ich sah zu, wie sie sich nahm, was sie wollte, wie sie mich benutzte für ihr Vergnügen – und genau das machte mich wahnsinnig vor Lust.

„Fass mich an“, keuchte sie. „Dort.“
Meine Hand glitt zwischen ihre Beine, fand die kleine, geschwollene Stelle, die sie meinte. Ich rieb sie sanft, im Rhythmus ihrer Bewegungen, und spürte, wie sie enger wurde, wie sich ihre Muskeln um mich spannten.
„Ja“, flüsterte sie. „Genau so.“
Ihre Bewegungen wurden unregelmäßiger, hektischer. Sie biss sich auf die Lippe, ihre Augen halb geschlossen. Und dann spürte ich es – wie sich ihr ganzer Körper anspannte, wie sie bebte, wie sie meinen Namen stöhnte, leise, aber intensiv.
Das war zu viel. Ich konnte nicht mehr zurückhalten. Mit einem tiefen Stöhnen kam ich in ihr, spürte, wie sich alles in mir entlud, Welle um Welle von Lust, die durch meinen Körper rollte.
Sie ließ sich auf mich sinken, ihr Atem ging schwer. Für einen langen Moment lagen wir einfach so da, verschwitzt und erschöpft, während die Wellen weiterbrandeten und die Möwen über uns kreisten.
„Das war Regel Nummer vier“, flüsterte sie schließlich in mein Ohr. „Immer ein gutes Ende.“
Ich musste lachen. Sie rollte sich von mir herunter, zog ihr Bikinioberteil wieder an, als wäre nichts gewesen. Ich sah ihr zu, immer noch benommen von dem, was gerade passiert war.
„Wirst du morgen wiederkommen?“, fragte ich.
Sie sah mich an, und in ihren Augen lag etwas, das ich nicht deuten konnte. „Vielleicht. Aber nur, wenn du dich weiterhin an die Regeln hältst.“
„Welche Regeln?“
„Die, die ich dir noch nicht gesagt habe“, sagte sie mit einem Lächeln.
Dann stand sie auf, nahm ihre Tasche und ging davon. Ich sah ihr nach, wie sie zwischen den Dünen verschwand, und wusste, dass ich morgen wiederkommen würde. Und übermorgen. Und jeden verdammten Tag danach.
Denn Maren hatte recht gehabt: Ich war neugierig. Und diese Neugier würde mich nicht mehr loslassen. Nicht nach dem, was gerade passiert war. Nicht nach diesem Geschmack von Freiheit und Kontrollverlust, der sich so versaut und gleichzeitig befreiend angefühlt hatte.
Ich lehnte mich zurück auf meiner Strandliege und schloss die Augen. Der Sand klebte immer noch an meinen Oberschenkeln, aber jetzt war da noch etwas anderes – das Gefühl ihrer Haut auf meiner, der Nachhall ihrer Stimme in meinem Ohr, diese drei einfachen Worte: „Tu, was ich sage.“
Und ich wusste, ich würde es tun. Morgen. Übermorgen. So lange, wie sie es von mir verlangte.
Die Sonne stand mittlerweile tief, tauchte den Himmel in Orange und Rosa. Ich sammelte meine Sachen zusammen, warf einen letzten Blick auf die Stelle, wo ihre Liege gestanden hatte. Keine Spuren. Nichts, was darauf hindeutete, dass hier gerade etwas passiert war, das sich anfühlte wie eine Begegnung, die man nicht vergisst.

Als ich zurück zum Hotel ging, spürte ich immer noch ihre Wärme auf meiner Haut. Und ich fragte mich, was morgen passieren würde. Welche Regeln sie mir diesmal stellen würde. Wie weit sie gehen würde – und wie weit ich bereit war, ihr zu folgen.
Die Antwort kannte ich bereits. So weit, wie nötig. So weit, wie sie es wollte.
Denn manchmal braucht man jemanden, der einem sagt, was man tun soll. Jemanden, der die Kontrolle übernimmt, wenn man selbst nicht mehr weiß, wohin. Jemanden wie Maren, mit ihren Regeln und ihrem Lächeln und dieser Art, einen anzusehen, als könnte sie direkt in die Seele blicken.
Ich duschte lange an diesem Abend, ließ das salzige Wasser von meiner Haut spülen. Aber das Gefühl blieb. Diese Mischung aus Vorfreude und Nervosität, die sich in meinem Magen ausbreitete, wenn ich an morgen dachte.
Und als ich schließlich im Bett lag, die Fenster zum Meer hin geöffnet, das Rauschen der Wellen als Soundtrack für meine Gedanken, da wusste ich: Dieser Urlaub würde anders werden als geplant. Anders als alles, was ich je erlebt hatte.
Denn zwischen den Dünen, auf einer simplen Strandliege, hatte eine Fremde namens Maren mir gezeigt, dass es manchmal gut ist, die Kontrolle abzugeben. Sich fallen zu lassen. Den eigenen Grenzen zu begegnen und sie vielleicht zu überschreiten.
Morgen würde ich wiederkommen. Zu unserem Platz zwischen den Dünen. Und ich würde warten. Auf sie. Auf ihre Regeln. Auf alles, was noch kommen würde.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.