Strandkorb und sein Versprechen unter fremden Blicken – erotische Sexgeschichte

Paar am Strand in einem abgeschirmten Strandkorb bei Sonnenuntergang in intimer Atmosphäre

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Jorell einfach die Tür des Strandkorbs aufdrücken würde, während die beiden uns von ihren Liegen aus beobachteten. Aber genau das tat er. Und sein Grinsen verriet mir, dass er den Blick der Frau mit den roten Haaren längst bemerkt hatte.

„Du willst doch, oder?“, flüsterte er mir ins Ohr, während seine Hand bereits unter mein Bikinioberteil glitt.

Mein Herz hämmerte. Die Ostsee rauschte gleichmäßig, der Strand war nicht überfüllt, aber wir waren auch nicht allein. Das Paar, vielleicht Mitte vierzig, saß keine zwanzig Meter entfernt. Er mit Bauchansatz und Sonnenbrille, sie schlank, sommersprossig, mit diesem intensiven Blick, der mich schon die ganze Zeit kribbeln ließ.

„Jorell“, zischte ich, aber meine Stimme klang alles andere als überzeugend. Eher nach Vorfreude.

„Die schauen schon seit einer halben Stunde rüber“, sagte er und knabberte an meinem Ohrläppchen. „Die wissen genau, was hier gleich passiert.“

Seine Finger spielten mit meiner Brustwarze, und ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog. Das war nicht geplant gewesen. Wir hatten nur einen entspannten Tag am Strand verbringen wollen, nach diesem verrückten Wochenende neulich, das an jene Ferienvilla erinnert hatte, in der wir die Grenzen erstmals so richtig ausgetestet hatten.

„Du machst mich fertig“, murmelte ich und lehnte mich gegen ihn.

„Das ist die Absicht.“

Er zog mein Oberteil zur Seite. Nicht ganz aus, nur so weit, dass die kühle Meeresbrise meine Haut berührte. Für jeden, der direkt in den Strandkorb schauen würde, wäre ich halb nackt. Und diese Frau schaute. Ich sah es aus den Augenwinkeln. Sie hatte sich auf die Seite gedreht, stützte den Kopf auf die Hand, und ihre Augen waren auf uns gerichtet.

„Sie sieht zu“, flüsterte ich.

Blonde Frau im türkisen Bikini in einem Strandkorb, während ein Paar von Liegen aus zu ihr hinüberschaut

„Gut.“

Jorell küsste meinen Nacken, während seine andere Hand meinen Bikinislip zur Seite schob. Nicht runter. Nur zur Seite. Genug, um mich zu erreichen. Genug, um mich zittern zu lassen.

„Was, wenn jemand kommt?“

„Dann kommt jemand.“

Seine Finger glitten zwischen meine Beine, und ich biss mir auf die Lippe. Das Salz der Luft, die Wärme der Sonne, die Blicke der Fremden – alles verschmolz zu diesem einen Moment, in dem ich mich fallen ließ. Jorell kannte meinen Körper inzwischen besser als ich selbst. Er wusste genau, wie er mich dazu bringen konnte, alles andere zu vergessen.

„Mach die Beine etwas breiter“, murmelte er.

Ich gehorchte. Und hasste mich dafür, wie sehr mich das anmachte. Wie sehr ich es liebte, dass er mich kontrollierte, dass er mich hierher gebracht hatte, an diesen öffentlichen Ort, und mir diese Wahl gab, die eigentlich keine war.

Die Frau flüsterte etwas zu ihrem Begleiter. Er drehte sich um, nahm die Sonnenbrille ab. Seine Augen trafen meine für einen kurzen, elektrischen Augenblick. Dann lächelte er. Ein wissendes, hungriges Lächeln.

„Sie kommen rüber“, sagte ich atemlos.

„Lass sie.“

Jorell bewegte seine Finger im gleichen Rhythmus wie die Wellen, die an den Strand schwappten. Mein Atem ging schneller. Das war mehr als das, was wir neulich bei dieser Geschichte am Privatstrand erlebt hatten. Das hier war öffentlich. Riskant. Verboten.

Die beiden standen auf. Sie zuerst, dann er. Sie trug einen schwarzen Badeanzug, der ihre langen Beine betonte, er eine ausgeblichene Badehose. Sie kamen näher, langsam, als würden sie nur zufällig in unsere Richtung schlendern.

„Jorell, sie—“

„Ich weiß.“

Seine Finger beschleunigten. Ich presste meine Oberschenkel zusammen, aber er drängte sie wieder auseinander.

„Noch nicht“, flüsterte er. „Warte.“

Das Paar blieb direkt vor unserem Strandkorb stehen. Die Frau lächelte. Ihre Augen wanderten über meinen Körper, über Jorells Hand zwischen meinen Beinen, über die Art, wie ich mich gegen ihn presste.

Blonde Frau im Bikini blickt auf eine dunkelhaarige Frau hinab, die vor dem Strandkorb kniet

„Schöner Tag“, sagte sie. Ihre Stimme war rau, als hätte sie zu viel geraucht oder zu wenig geschlafen.

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Mein Gehirn war in tausend Teile zersplittert.

„Sehr schön“, antwortete Jorell für mich. Seine Finger bewegten sich weiter. Langsamer jetzt, folternder. „Ihr auch hier Urlaub?“

„Wochenendtrip“, sagte der Mann. Seine Stimme war tief, entspannt. „Ihr macht es euch ja gemütlich.“

Die Frau kniete sich vor den Strandkorb. Ihre Augen waren jetzt auf meiner Höhe. Ich konnte die goldenen Flecken in ihrem Grün sehen, den Schweiß auf ihrer Oberlippe.

„Darf ich zuschauen?“, fragte sie.

Mein Mund war trocken. Jorells Finger stoppten.

„Sie entscheidet“, sagte er.

Alle Augen auf mir. Die Sonne. Das Meer. Die Möwen, die über uns kreischten. Alles wartete auf meine Antwort.

Ich nickte.

Die Frau lächelte breiter. „Wie heißt du?“

„Navia.“

„Ich bin Silja. Das ist Keno.“ Sie deutete auf ihren Begleiter, der sich inzwischen neben den Strandkorb gestellt hatte, die Arme verschränkt, aber mit diesem halb amüsierten, halb erregten Gesichtsausdruck.

„Hallo, Navia“, sagte Keno.

Jorell begann wieder, mich zu streicheln. Langsamer jetzt, bewusster. Als würde er eine Show aufführen. Und vielleicht tat er das auch. Siljas Augen verfolgten jede Bewegung. Ihre Zunge fuhr über ihre Lippen.

„Du bist wunderschön“, flüsterte sie.

Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog. Das war zu viel. Zu intensiv. Zu—

„Darf ich sie anfassen?“, fragte Silja, aber die Frage war nicht an mich gerichtet. Sie sah Jorell an.

„Frag sie“, sagte er.

Siljas Blick wanderte zurück zu mir. „Darf ich?“

Blonde Frau im Bikini wird von einer anderen Frau am Oberschenkel berührt, ihr Gesicht zeigt Anspannung

Mein Kopf sagte nein. Mein Körper sagte ja. Mein Mund sagte: „Ja.“

Ihre Hand glitt über meinen Oberschenkel. Kühl. Zärtlich. Ganz anders als Jorells feste, fordernde Berührungen. Sie strich über meine Haut, als wäre ich etwas Kostbares, Zerbrechliches.

„Du bist so weich“, murmelte sie.

Keno räusperte sich. „Wir sind gleich nebenan. Falls ihr… Lust habt, später.“

„Oder jetzt“, fügte Silja hinzu. Ihre Hand wanderte höher. „Ich hab hier um die Ecke noch einen zweiten Strandkorb. Etwas abgelegener.“

Jorell sah mich an. Die Frage stand in seinen Augen. Ich wusste, dass er mich nicht drängen würde. Aber ich wusste auch, dass er es wollte. Dass er genau das hier geplant hatte, als er heute Morgen vorschlug, an diesen Strand zu fahren. Es erinnerte mich an die Geschichten von Partnertausch, die wir manchmal abends zusammen gelesen hatten, beide erregt, beide neugierig, aber nie mutig genug, sie Wirklichkeit werden zu lassen.

Bis jetzt.

„Okay“, hörte ich mich sagen.

Siljas Lächeln war triumphierend. Sie stand auf, streckte mir die Hand entgegen. „Komm.“

Wir folgten ihnen über den Sand, vorbei an anderen Strandkörben, an Familien, an Pärchen, die keine Ahnung hatten, was gleich passieren würde. Der abgelegene Strandkorb stand hinter einem kleinen Dünenstreifen, halb verdeckt von Strandhafer. Perfekt versteckt. Perfekt für das, was Silja im Sinn hatte.

Sie setzte sich hin, zog mich neben sich. Keno und Jorell standen vor uns, beide mit dieser gespannten Erwartung in der Haltung.

„Dein Freund ist sehr großzügig“, sagte Silja und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Manchmal“, flüsterte ich.

„Was würdest du tun, wenn ich dich jetzt küssen würde?“

„Ich würde dich zurückküssen.“

Ihr Lächeln vertiefte sich. Dann beugte sie sich vor. Ihre Lippen waren weich, schmeckten nach Salz und Sonnencreme und etwas Süßem, das ich nicht identifizieren konnte. Ich öffnete meinen Mund, ließ ihre Zunge rein, und plötzlich war da nichts mehr außer ihr.

Zwei Frauen küssen sich leidenschaftlich in einem abgelegenen Strandkorb, während zwei Männer zusehen

Irgendwo neben uns murmelte Keno etwas zu Jorell. Ich hörte nicht hin. Siljas Hände waren überall – in meinen Haaren, an meiner Taille, unter meinem Bikini. Sie küsste sich langsam an meinem Hals hinunter, bis zu meiner Brust, und ich stöhnte.

„Gott, du schmeckst gut“, murmelte sie gegen meine Haut.

„Sie sieht besser aus, als sie schmeckt“, sagte Jorell, und in seiner Stimme lag dieses dunkle Versprechen.

Keno lachte. „Darf ich testen?“

Silja hob den Kopf. „Frag sie.“

Keno kniete sich vor mich. Seine Hände legten sich auf meine Knie. „Navia. Darf ich?“

Ich sah zu Jorell. Er nickte. Nur ein kleines Nicken, aber es reichte.

„Ja.“

Keno schob meine Beine auseinander. Sein Atem war warm gegen meine Haut. Dann seine Zunge. Und ich vergaß alles – wo ich war, wer ich war, warum ich jemals Angst gehabt hatte.

Silja küsste mich wieder, während Keno mich mit dem Mund verwöhnte. Jorell stand daneben, beobachtete, und ich sah in seinen Augen das gleiche Feuer, das auch in mir brannte.

„Komm her“, sagte ich zu ihm, meine Stimme kaum mehr als ein Hauchen.

Er kam. Kniete sich neben Silja. Küsste meine andere Seite. Und plötzlich waren da drei Münder, drei Paar Hände, drei Menschen, die nur mich wollten.

Ich kam schneller, als ich erwartet hatte. Hart. Laut. Keno hielt meine Hüften fest, während ich zitterte, während Silja meine Schreie in ihrem Kuss erstickte.

Blonde Frau mit geschlossenen Augen und zurückgelehntem Kopf in einem Moment höchster Ekstase

Als ich wieder atmen konnte, lachte ich. Einfach nur lachte, weil es zu absurd war, zu perfekt, zu unglaublich.

„Das war erst der Anfang“, flüsterte Jorell mir ins Ohr.

Silja stand auf, zog ihren Badeanzug aus. „Wir haben den ganzen Nachmittag Zeit.“

Keno grinste. „Und ein Hotelzimmer in der Stadt. Falls ihr Lust habt.“

Ich sah Jorell an. Er zuckte mit den Schultern. „Deine Entscheidung.“

Aber wir beide wussten, dass die Entscheidung schon gefallen war. Vielleicht schon in dem Moment, als er heute Morgen diesen Strandkorb reserviert hatte. Vielleicht schon früher, bei jenem Flüstern hinter den Dünen, das alles in Gang gesetzt hatte.

„Okay“, sagte ich. „Aber vorher will ich noch etwas.“

„Was?“, fragte Silja.

Ich stand auf, zog Jorell zu mir, küsste ihn lang und tief. Dann flüsterte ich gegen seine Lippen: „Ich will, dass du zuschaust, wie sie mich nehmen. Jeden Moment. Ohne wegzusehen.“

Sein Atem stockte. „Das wird mich umbringen.“

„Dann stirb glücklich.“

Silja und Keno lachten. Und während die Sonne langsam tiefer sank und das Meer seine ewige Melodie sang, begannen wir von vorne. Diesmal ohne Eile. Diesmal mit dem Wissen, dass die Nacht noch lang war und dass manche Versprechen nur existierten, um gebrochen zu werden – auf die schönste Art möglich.

Später, im Hotelzimmer, zwischen verschwitzten Laken und geleerten Weingläsern, würde ich verstehen, dass das hier erst der Anfang war. Dass wir eine Tür geöffnet hatten, die sich nicht mehr schließen lassen würde. Und dass ich das auch gar nicht wollte. Denn diese versauten Momente, diese spontanen Entscheidungen, diese fremden Blicke und Hände – sie machten mich lebendiger, als ich es je gewesen war.

Der Strandkorb blieb leer zurück, die Tür offen, das Handtuch noch warm von unseren Körpern. Ein stilles Versprechen an den nächsten Besucher, dass hier Grenzen verschwommen waren. Dass hier Menschen sich gefunden hatten im Moment zwischen Anstand und Verlangen. Und dass das Meer alles gesehen hatte – ohne zu urteilen, ohne zu sprechen. Nur mit dem ewigen Rauschen, das alles zudeckte und alles erlaubte.

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