Geschäftsreise mit unerwarteten Konsequenzen – erotische Sexgeschichte

Mann und Frau in Businesskleidung bei intensivem Gespräch im modernen Büro während einer Geschäftsreise

Die Quartalszahlen waren durch, mein Koffer gepackt, und eigentlich hätte ich nach Hause fliegen sollen. Zu Marlena. Zu unserem gemeinsamen Leben in Hamburg, das sich in letzter Zeit angefühlt hatte wie ein routinierter Dauerzustand. Stattdessen saß ich in der Hotelbar in Zürich und starrte auf mein drittes Glas Wein, während draußen der Regen gegen die Panoramascheiben prasselte.

„Auch gestrandet?“

Ihre Stimme war dunkel, ein bisschen heiser. Ich drehte mich um und sah in braune Augen, die müde wirkten und gleichzeitig wach. Sie war vielleicht Mitte dreißig, trug einen anthrazitfarbenen Hosenanzug, der teuer aussah, und hatte ihre dunklen Haare zu einem unordentlichen Knoten hochgesteckt.

„Könnte man so sagen“, antwortete ich. „Mein Flug ist längst weg. Und Ihrer?“

„Gestrichen. Morgen früh erst wieder.“ Sie ließ sich auf den Barhocker neben mir fallen und winkte dem Barkeeper. „Gin Tonic. Doppelt.“

Ich musste grinsen. „Harter Tag?“

„Härtere Woche.“ Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Ich bin Indira, übrigens. Indira Raschke.“

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„Tobias“, sagte ich und reichte ihr die Hand. Ihre Finger waren kühl, ihr Händedruck bestimmt.

Wir tranken. Redeten. Erst über belangloses Zeug – Zahlen, Meetings, inkompetente Kollegen. Dann wurde es persönlicher. Sie arbeitete als Beraterin für ein internationales Tech-Unternehmen. Geschieden seit zwei Jahren. Keine Kinder. Viel unterwegs.

„Und du?“ fragte sie irgendwann. Ihr Blick war direkt, fordernd fast.

„Verheiratet“, sagte ich und merkte, wie seltsam sich das Wort anfühlte. „Seit sieben Jahren.“

„Aber?“

„Aber nichts.“ Ich zuckte die Schultern. „Alles gut soweit.“

Sie lachte leise. „Klar. Deshalb sitzt du auch allein in einer Bar und trinkst Rotwein, statt nach Hause zu fliegen.“

Ich wollte widersprechen, aber sie hatte recht. In den letzten Monaten war zwischen Marlena und mir etwas zerbrochen. Nicht dramatisch, nicht mit Krach. Einfach still. Wir funktionierten nebeneinander her. Wie Kollegen im Büro, die sich über Alltäglichkeiten austauschen, aber nichts mehr wirklich miteinander teilen.

„Vielleicht hast du recht“, gab ich schließlich zu.

Indira musterte mich eine Weile schweigend. Dann stellte sie ihr Glas ab und sagte: „Willkommen im Club der Einsamen.“

Wir tranken weiter. Die Bar leerte sich, bis nur noch wir beide und ein Pärchen am anderen Ende des Raums übrig waren. Irgendwann legte Indira ihre Hand auf meinen Unterarm. Eine beiläufige Geste. Und doch spürte ich, wie sich etwas in mir verschob.

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„Ich hab noch eine Flasche Champagner auf dem Zimmer“, sagte sie. Ihre Stimme klang neutral, aber ihr Blick nicht.

Ich hätte nein sagen sollen. Hätte aufstehen, mich verabschieden, auf mein eigenes Zimmer gehen sollen. Stattdessen nickte ich.

Ihr Zimmer lag im zwölften Stock, mit Blick über die glitzernden Lichter der Stadt. Sie schenkte uns ein, und wir standen am Fenster, tranken Champagner aus Zahnputzbechern und schwiegen. Es fühlte sich merkwürdig intim an, obwohl wir uns kaum berührten.

„Ich mache das normalerweise nicht“, sagte ich irgendwann.

„Was denn?“ Sie drehte sich zu mir um, ein leises Lächeln um die Lippen.

„Mit fremden Frauen auf Hotelzimmern Champagner trinken.“

„Bin ich dir fremd?“

Ich wollte ja sagen, aber das stimmte nicht mehr. In den letzten Stunden hatte ich ihr mehr erzählt als Marlena in Monaten. Sie hatte zugehört. Wirklich zugehört.

„Nein“, sagte ich leise.

Sie stellte ihren Becher ab und kam näher. Ihre Hand fand meine Wange, ihre Finger glitten in mein Haar. Ich hätte sie wegziehen können. Aber ich wollte nicht.

„Dann hör auf, dir Gedanken zu machen“, flüsterte sie, und dann küsste sie mich.

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Es war kein zögerlicher Kuss. Kein vorsichtiges Herantasten. Indira küsste mich, als hätte sie schon lange darauf gewartet. Ihre Lippen waren weich und fordernd zugleich, ihre Zunge fand meine, und ich schmeckte Gin und Champagner und etwas, das nur sie war.

Meine Hände fanden ihre Taille, zogen sie näher. Sie stöhnte leise in meinen Mund, und das Geräusch löste etwas in mir aus, das ich fast vergessen hatte. Begehren. Rohes, unkontrolliertes Verlangen.

Wir stolperten zum Bett. Sie öffnete meine Krawatte, zog sie mir über den Kopf und warf sie achtlos beiseite. Meine Finger fummelten an den Knöpfen ihrer Bluse, während sie mir das Hemd aus der Hose zog. Es war hektisch, fast verzweifelt. Wie in jenen Geschichten von Affären, die man sich erzählt, aber nie selbst erlebt.

Ihre Haut war warm unter meinen Händen. Glatt und duftend nach einem Parfüm, das ich nicht kannte. Ich küsste ihren Hals, ihre Schultern, während sie mir das Hemd auszog und ihre Fingernägel leicht über meinen Rücken kratzte.

„Marlena weiß nichts davon“, murmelte ich zwischen Küssen.

Indira hielt inne, sah mir in die Augen. „Willst du aufhören?“

Ich dachte an meine Frau. An unser Haus. An die letzten Jahre. Und an die Leere, die sich zwischen uns ausgebreitet hatte wie eine graue Decke.

„Nein“, flüsterte ich.

Sie lächelte und schob mich aufs Bett. Ihr BH folgte, dann ihre Hose. Sie war schön auf eine natürliche Art – keine Model-Maße, aber Kurven an den richtigen Stellen, eine Selbstsicherheit, die Marlena längst verloren hatte.

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Ich zog sie zu mir herunter, und wir rollten über das Bett, Hände und Lippen überall. Sie öffnete meinen Gürtel, zog meine Hose herunter, und als ihre Hand mich umfasste, stöhnte ich laut auf.

„Gott, ist das lange her“, keuchte ich.

Sie lachte leise. „Für mich auch.“

Dann gab es kein Zögern mehr. Ich streifte ihre Unterwäsche ab, sie die meine. Unsere Körper fanden zueinander mit einer Dringlichkeit, die mich überraschte. Indira bewegte sich unter mir, ihre Hüften drängten gegen meine, und als ich in sie eindrang, schloss sie die Augen und flüsterte meinen Namen.

Wir fanden einen gemeinsamen Rhythmus. Langsam erst, dann schneller. Ihre Fingernägel gruben sich in meinen Rücken, ihre Beine schlangen sich um meine Hüften. Ich küsste sie, hart und tief, während ich mich in ihr verlor.

„Ja“, stöhnte sie. „Genau so.“

Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog, wie die Spannung wuchs. Indira keuchte, ihr Atem ging schneller, und dann kam sie mit einem leisen Schrei, der durch das Zimmer hallte. Das Gefühl ihrer Kontraktionen um mich herum war zu viel. Ich folgte ihr Sekunden später, verlor mich in ihr mit einer Intensität, die ich seit Jahren nicht mehr gespürt hatte.

Danach lagen wir nebeneinander, verschwitzt und atemlos. Indira drehte sich zu mir, ihre Hand auf meiner Brust.

„Das war“, begann sie.

„Ich weiß“, unterbrach ich sie.

Wir schwiegen. Draußen hatte der Regen aufgehört. Die Stadt glitzerte friedlich in der Nacht.

„Was passiert jetzt?“ fragte sie schließlich.

„Ich weiß es nicht.“ Und das war die Wahrheit. Ich wusste nicht, wie ich Marlena in die Augen sehen sollte. Wusste nicht, ob ich überhaupt zurückwollte.

Indira strich mir eine Strähne aus der Stirn. „Vielleicht musst du das auch gar nicht wissen. Vielleicht war das einfach nur eine Nacht. Eine Begegnung zwischen Fremden, die sich morgen nicht mehr kennen.“

„Ist es das?“

Sie zögerte. „Ich hab meine Nummer auf den Zettel neben dem Bett geschrieben. Falls du mal wieder in Zürich bist.“

Ich sah zum Nachttisch. Tatsächlich – ein kleiner weißer Zettel mit einer Handynummer.

„Und falls nicht?“ fragte ich.

„Dann war es trotzdem schön.“

Ich blieb diese Nacht bei ihr. Wir schliefen kaum, redeten stattdessen bis zum Morgengrauen über alles und nichts. Über gescheiterte Beziehungen und die Fantasien, die man nicht ausspricht. Über die Sehnsucht nach etwas, das mehr ist als Routine.

Als die Sonne aufging, duschte ich, zog mich an und packte meinen Koffer. Indira stand im Türrahmen, nur in ein Hotelhandtuch gewickelt.

„Du fliegst also wirklich zurück“, stellte sie fest.

„Ja.“ Ich blieb vor ihr stehen, unsicher, wie man sich von jemandem verabschiedet, der einen in einer einzigen Nacht so verändert hat.

Sie streckte die Hand aus, berührte meine Wange. „Es war schön, Tobias.“

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„Ja“, flüsterte ich. „War es.“

Im Taxi zum Flughafen zückte ich mein Handy. Drei Nachrichten von Marlena. Routinefragen über Einkäufe und Termine. Nichts Persönliches. Ich tippte eine Antwort, stoppte, löschte sie wieder.

Stattdessen speicherte ich Indiras Nummer in meinem Telefon. Unter einem unauffälligen Namen. Nur für den Fall.

Der Flug war pünktlich. Hamburg empfing mich mit grauem Himmel und Nieselregen. Marlena holte mich am Flughafen ab, küsste mich flüchtig auf die Wange.

„Wie war’s?“ fragte sie beim Einsteigen.

„Erfolgreich“, log ich. „Die Zahlen stimmen.“

„Gut.“ Sie startete den Motor. „Wir müssen noch einkaufen. Deine Eltern kommen am Wochenende.“

Ich nickte, sah aus dem Fenster und dachte an Indiras Lächeln. An ihre Hände auf meiner Haut. An das Gefühl, zum ersten Mal seit Jahren wirklich gesehen zu werden.

Und ich wusste: Das hier war erst der Anfang von etwas, das ich noch nicht verstand. Aber vielleicht musste ich das auch gar nicht.

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