Ich hatte nicht vor, Liron am Pool zu treffen. Schon gar nicht nach Mitternacht. Aber hier war ich, auf einer Liege unter mallorquinischen Sternen, und da war er — mit diesem Grinsen, das mir schon den ganzen Urlaub lang zu schaffen machte.
Die Konferenz war vorbei. Die meisten Kollegen schon im Bett. Wir beide eigentlich auch nicht mehr zusammen, seit der Business-Lunch am dritten Tag in einer seltsamen Spannung geendet hatte. Er hatte mir ein Kompliment gemacht. Ich hatte zurückgelächelt. Und seitdem war da dieses unsichtbare Band zwischen uns, straff gezogen, vibrierend.
„Konnte nicht schlafen?“, fragte er und ließ sich auf die Liege neben mir fallen. Seine Badeshorts klebten noch feucht an den Oberschenkeln. Er war wohl schon schwimmen gewesen.
„Zu warm“, log ich. Wahrheit war: Ich hatte an ihn gedacht. An seine Hände. An die Art, wie er mir beim Abendessen zugehört hatte, wirklich zugehört, nicht nur so getan.
„Mir auch.“ Er drehte den Kopf zu mir. Im Mondlicht sah ich die Wassertropfen auf seiner Brust glitzern. „Aber ich glaub, das liegt nicht an der Temperatur.“
Mein Herzschlag beschleunigte sich. „Ach nein?“
„Nein.“ Er setzte sich auf, die Ellbogen auf die Knie gestützt. „Ich denk die ganze Woche schon drüber nach, ob ich dir was sagen soll.“
Ich wartete. Die Luft zwischen uns fühlte sich elektrisch an.

„Du machst mich wahnsinnig, Daria.“ Seine Stimme war ruhig, aber fest. „Und ich weiß genau, dass du das weißt.“
Ich schluckte. „Liron…“
„Sag nichts.“ Er stand auf, kam rüber zu meiner Liege. „Ich hab ein Versprechen. Falls du Interesse hast.“
„Was für ein Versprechen?“
Er beugte sich über mich, die Hände links und rechts von meinen Schultern auf die Liege gestützt. Sein Gesicht ganz nah. „Dass du diese Nacht nicht vergisst. Aber nur, wenn du mir vertraust. Komplett.“
Mein Atem stockte. Das war keine harmlose Urlaubsflirterei mehr. Das war eine Ansage. Eine Einladung in etwas, von dem ich nicht genau wusste, ob ich bereit war — aber mein Körper wusste es. Jede Zelle schrie ja.
„Was heißt das genau?“, flüsterte ich.
„Heißt, dass ich bestimme. Und du machst, was ich sage.“ Sein Blick bohrte sich in meinen. „Aber nur, wenn du willst.“
Ich hätte nein sagen können. Hätte aufstehen und ins Zimmer gehen können. Stattdessen nickte ich. Nur ein kleines, kaum merkliches Nicken — aber es reichte.
Liron lächelte. „Gut. Dann steh auf.“
Ich gehorchte. Stand vor ihm in meinem dünnen Strandkleid, barfuß auf den warmen Steinfliesen. Er trat einen Schritt zurück, musterte mich langsam von oben bis unten.

„Ausziehen“, sagte er. „Langsam.“
Mein Magen verkrampfte sich vor Aufregung. Wir waren allein hier draußen, aber das Hotelgebäude war keine zwanzig Meter entfernt. Jeder konnte aus einem Fenster schauen. Jeder konnte runter kommen. Diese Gefahr am verlassenen Pool machte alles noch intensiver.
Ich griff nach dem Saum meines Kleids, zog es über die Hüften, über die Brust, über den Kopf. Ließ es fallen. Stand nur noch in meinem schwarzen Bikini vor ihm.
„Weiter.“
Meine Finger zitterten, als ich den Verschluss des Oberteils öffnete. Es rutschte zu Boden. Dann schob ich die Hose über die Hüften, ließ sie um meine Knöchel fallen, trat raus.
Nackt. Komplett nackt unter den Sternen, vor einem Kollegen, der gerade zu einem Mann geworden war, den ich nicht mehr einschätzen konnte.
Liron kam näher. Umkreiste mich. Berührte mich nicht, aber ich spürte seine Gegenwart wie eine physische Kraft. „Du bist so verdammt schön“, murmelte er. „Aber das weißt du, oder?“

Ich antwortete nicht. Konnte nicht.
„Leg dich hin. Auf den Bauch.“
Ich legte mich zurück auf die Liege, diesmal auf den Bauch, die Wange auf die verschränkten Arme. Das Material fühlte sich kühl an auf meiner erhitzten Haut. Ich hörte ihn sich bewegen, dann seine Hände auf meinem Rücken. Warm. Fest.
„Entspann dich“, sagte er leise. Seine Handflächen glitten über meine Schulterblätter, die Wirbelsäule hinunter. Keine Massage, sondern eine Besitzergreifung. Er knetete meinen Hintern, spreizte die Backen, ließ einen Finger zwischen ihnen entlang gleiten.
Ich zuckte zusammen.
„Still.“ Seine Stimme war sanft, aber bestimmt. „Ich hab gesagt, du vertraust mir.“
Sein Finger kreiste über mein Arschloch, ganz leicht, nur antippend. Dann weiter runter, zu meiner Pussy, die schon so nass war, dass ich mich schämte. Er lachte leise. „Du willst das genauso sehr wie ich.“
„Ja“, flüsterte ich.
„Ja, was?“
„Ja, ich will das.“
„Gut.“ Er schob zwei Finger in mich, ohne Vorwarnung, und ich stöhnte auf. Er bewegte sie langsam, tief, während sein Daumen wieder über mein Arschloch strich. „Heute Nacht gehörst du mir. Jedes Loch.“
Mein Herz hämmerte. Ich hatte Analsex ausprobiert, zweimal, mit meinem Ex. Beide Male hatte es wehgetan und war unangenehm gewesen. Aber hier, jetzt, mit Lirons Stimme in meinem Ohr und seinen Händen auf meinem Körper — ich wollte es.
Er zog seine Finger raus, und ich hörte, wie er seine Shorts auszog. Dann spürte ich seine Eichel an meinem Eingang, wie er sich langsam in mich schob. Tief. So tief, dass ich die Luft anhielt.
„Fuck“, stöhnte er. „Du fühlst dich so gut an.“
Er begann sich zu bewegen. Langsam zuerst, dann härter. Seine Hände packten meine Hüften, zogen mich zu sich ran mit jedem Stoß. Der Klang von Haut auf Haut hallte über den Pool, und ich biss mir auf die Lippe, um nicht zu laut zu sein.
„Nicht leise sein“, befahl er. „Ich will dich hören.“
Also ließ ich los. Stöhnte, wimmerte, als er mich fickte, rücksichtslos und präzise. Und dann zog er sich raus, spuckte auf seine Hand, verteilte die Feuchtigkeit über mein Arschloch.
„Jetzt zeig ich dir, wie sich das richtig anfühlt“, sagte er.
Die Spitze seines Schwanz drückte gegen den engen Ring. Ich spannte mich an.
„Atme aus“, befahl er. „Und entspann dich.“
Ich atmete aus, versuchte loszulassen. Er drückte weiter, langsam, unerbittlich. Und dann — ein Nachgeben, ein Brennen, ein Gefühl von Fülle, das alles überstieg, was ich kannte.
„Scheiße“, keuchte ich.
„Alles gut?“
„Ja. Ja, weiter.“
Er schob sich tiefer, Zentimeter für Zentimeter, bis er ganz in mir war. Hielt still. Ließ mir Zeit. Dann begann er sich zu bewegen — ganz langsam, kontrolliert. Jeder Stoß ein Test, ob ich es aushielt. Und ich hielt es aus. Mehr noch: Es fühlte sich unglaublich an. Wie eine Grenze, die ich überschritt, wie eine neue Version von mir, die entstand.
Seine Hand glitt unter meinen Bauch, fand meinen Kitzler. Rieb ihn in Kreisen, während er weiter meinen Arsch fickte. Die Kombination war zu viel. Zu intensiv. Ich spürte den Orgasmus aufsteigen wie eine Flutwelle, unaufhaltsam.
„Ich komm gleich“, keuchte ich.
„Dann komm. Komm für mich.“
Und ich kam. Hart. Mein Körper krampfte, mein Arschloch zog sich um seinen Schwanz zusammen, und ich schrie — wirklich schrie — in die Nacht hinaus. Scheißegal, wer es hörte.
Liron stieß noch ein paarmal tief in mich, dann zog er sich raus, wichste seinen Schwanz über meinem Rücken und spritzte mir seine Ladung über die Haut. Warm, klebrig, besitzergreifend.
Wir blieben beide schwer atmend liegen. Die Welt kehrte langsam zurück: das Plätschern des Pools, die Grillen, der schwache Geruch von Chlor.
„Versprechen gehalten?“, fragte er nach einer Weile.
Ich drehte meinen Kopf, sah ihn an. Lächelte. „Übererfüllt.“
Er half mir hoch, und wir zogen uns an — wortlos, aber mit einem neuen Verständnis zwischen uns. Als Kollegen würden wir am Montag ins Büro zurückkehren. Aber als was genau wir nach dieser Nacht waren, das wussten wir beide nicht.
Und vielleicht war das okay so.
Bevor wir uns trennten, küsste er mich. Nicht brutal, nicht kontrollierend. Sondern weich. Fast zärtlich.

„Schlaf gut, Daria.“
„Du auch.“
Ich ging zurück zu meinem Zimmer, die Beine noch zittrig, den Körper noch vibrierend von allem, was passiert war. Duschte lange und heiß, aber das Gefühl seiner Hände ließ sich nicht abwaschen. Wollte ich auch gar nicht.
Im Bett liegend starrte ich an die Decke. Draußen begann der Himmel schon heller zu werden. Morgen würde die Konferenz enden. Morgen würden wir zurückfliegen. Morgen würde die Realität wieder beginnen.
Aber heute Nacht — diese Nacht gehörte mir. Und Liron. Und seinem Versprechen, das er gehalten hatte.
Ich schloss die Augen und lächelte. Vielleicht würde ich doch noch ein paar Stunden Schlaf bekommen. Oder vielleicht würde ich einfach hier liegen und mich erinnern. An die versauteste Nacht, die ich je erlebt hatte. An den Pool. An die Sterne. An seine Stimme: Heute Nacht gehörst du mir.
Und für ein paar Stunden hatte ich wirklich ihm gehört. Hatte mich fallen lassen. Hatte eine Seite von mir entdeckt, von der ich nicht wusste, dass es sie gab.
Als ich endlich einschlief, träumte ich von Wasser, von Händen, von Versprechen nach Mitternacht — und von einem Mann, der mir gezeigt hatte, dass Kontrolle abgeben manchmal die größte Freiheit sein kann.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.