Das Mondlicht fiel auf die Wellen, als ich barfuß durch den nassen Sand lief. Kurz nach Mitternacht. Die kleine Bucht lag verlassen da, nur das Rauschen des Meeres und der Wind in den Palmen. Ich hatte das Hotel nicht verlassen wollen – eigentlich. Aber die Hitze in meinem Zimmer, die Gedanken, die mich nicht schlafen ließen, die Unruhe in meinem Körper… ich musste raus.
Dann sah ich sie.
Sie stand bis zu den Knien im Wasser, das weiße Kleid klebte an ihren Schenkeln. Ihr dunkles Haar wehte im Wind. Sie bewegte sich nicht, starrte nur auf den Vollmond. Als hätte sie auf etwas gewartet.

„Du kannst nicht schlafen, oder?“ Ihre Stimme kam so plötzlich, dass ich zusammenzuckte. Sie hatte sich nicht mal umgedreht.
„Woher—“
„Ich auch nicht.“ Jetzt drehte sie den Kopf. Ihre Augen glitzerten im Mondschein. „Bei Vollmond kann ich nie schlafen. Schon als Kind nicht.“
Ich ging näher. Das Wasser war warm um meine Füße. „Und was machst du dann?“
„Ich suche.“ Sie lächelte schief. „Jemanden, der genauso verloren ist wie ich.“
Ihr Name war Nadja. Sie kam aus Prag, war allein hier, genau wie ich. Wir setzten uns auf einen umgestürzten Baumstamm, die Füße noch im Wasser. Sie erzählte von ihrer Arbeit, die sie hasste, von einem Ex, der sie betrogen hatte, von der Flucht in diesen Urlaub. Ich erzählte von meinem Leben, das sich irgendwann falsch angefühlt hatte, ohne dass ich hätte sagen können, wann genau.
„Weißt du, was ich bei Vollmond immer mache?“ Sie rutschte näher. So nah, dass ich ihre Wärme spürte. „Ich gebe mir ein Versprechen. Nur für diese eine Nacht.“
„Was für ein Versprechen?“
„Das kann ich dir nicht sagen.“ Ihre Hand lag plötzlich auf meinem Oberschenkel. Leicht. Kaum spürbar. „Aber ich kann es dir zeigen.“
Mein Herz raste. „Hier?“
„Warum nicht?“ Sie lehnte sich zu mir. Ihr Atem roch nach Minze und Wein. „Niemand sieht uns. Nur der Mond. Und der interessiert sich nicht für uns.“

Ihr Kuss kam sanft, fast zögerlich. Ihre Lippen schmeckten salzig. Ich erwiderte den Kuss, zuerst vorsichtig, dann hungriger. Meine Hand fand ihren Nacken, zog sie näher. Sie stöhnte leise, ihre Finger gruben sich in mein T-Shirt.
„Komm.“ Sie stand auf, zog mich mit sich ins tiefere Wasser. Das Kleid klebte jetzt komplett an ihrem Körper, ich sah die Umrisse ihres BHs, die dunklen Schatten ihrer Brustwarzen. Sie bemerkte meinen Blick und lachte. „Gefällt dir, was du siehst?“
„Mehr als das.“
Sie zog mich wieder zu sich, küsste mich härter diesmal. Ihre Hände wanderten unter mein Shirt, kratzten über meinen Rücken. Ich keuchte in ihren Mund. Das Wasser schwappte um unsere Hüften. Es war so warm, fast wie eine Badewanne.
„Zieh es aus“, flüsterte sie.
Ich zog das T-Shirt über den Kopf, warf es Richtung Strand. Sie betrachtete mich, biss sich auf die Unterlippe. Dann griff sie nach meiner Hand und legte sie auf ihre Brust. Ich spürte ihr Herz rasen, spürte die harte Spitze durch den nassen Stoff.
„Fester.“
Ich drückte zu, knetete ihre Brust. Sie warf den Kopf nach hinten, ihr Atem ging schneller. Meine andere Hand wanderte zu ihrem Hintern, zog sie fest gegen mich. Sie spürte meine Erektion durch die Badeshorts und lachte leise.
„Schon so erregt? Wir haben gerade erst angefangen.“
Sie löste sich von mir, drehte sich um. Das nasse Kleid klebte an ihrem Po. „Mach den Reißverschluss auf.“
Meine Finger zitterten, als ich den Reißverschluss langsam nach unten zog. Das Kleid glitt von ihren Schultern, sammelte sich um ihre Hüften im Wasser. Ihr BH war weiß, durchscheinend vom Salzwasser. Ich küsste ihren Nacken, ihre Schultern. Sie schmeckte nach Meer und Schweiß.
„Mach ihn auf.“
Ich öffnete den Verschluss. Der BH fiel ins Wasser. Sie drehte sich zu mir, ohne jede Scham. Ihre Brüste waren perfekt – nicht zu groß, nicht zu klein. Die Brustwarzen dunkel und hart. Ich nahm eine in den Mund, saugte daran. Sie keuchte auf, ihre Finger gruben sich in meine Haare.

„Fuck… ja, genau so.“
Ihre Hand wanderte in meine Shorts, umfasste meinen Schwanz. Ich stöhnte gegen ihre Brust. Sie streichelte mich, langsam, mit festem Griff. Es war fast zu viel. Das warme Wasser, ihr Körper, ihre Hand…
„Warte“, keuchte ich. „Ich will…“
„Was willst du?“ Sie drückte fester zu, beschleunigte den Rhythmus. „Sag es mir.“
„Dich. Ich will dich schmecken.“
Sie lächelte. „Dann komm.“
Sie führte mich zurück zum Strand, zum Baumstamm. Setzte sich darauf, öffnete die Beine. Das Kleid war verschwunden, irgendwo im Wasser. Sie trug nur noch einen weißen String. Ich kniete mich vor sie, küsste die Innenseite ihrer Oberschenkel. Sie zitterte unter meinen Lippen.
„Bitte…“
Ich zog den String zur Seite. Sie war bereits nass, und nicht nur vom Salzwasser. Ich leckte langsam über ihre Spalte. Sie schmeckte süß und salzig zugleich. Ihre Hände fanden meinen Kopf, drückten mich fester gegen sich.
„Ja… oh fuck, ja…“
Ich saugte an ihrer Klitoris, ließ meine Zunge kreisen. Sie wand sich unter mir, ihre Schenkel zitterten. Diese Nacht unter freiem Himmel fühlte sich verbotener an als alles, was ich je erlebt hatte. Das Meer hinter uns, der Mond über uns, ihr Stöhnen in meinen Ohren.
„Ich komme… ich…“
Sie kam hart, ihre Schenkel pressten sich um meinen Kopf. Ich spürte, wie sie pulsierte gegen meine Zunge. Als sie sich entspannte, küsste ich mich langsam nach oben. Über ihren Bauch, zwischen ihre Brüste, bis zu ihrem Mund.

„Fick mich“, flüsterte sie. „Jetzt. Hier.“
Ich streifte die Shorts ab, sie zog den String herunter. Dann zog sie mich auf sich. Ich spürte ihre Hitze, ihre Nässe. Glitt langsam in sie hinein. Wir stöhnten beide auf.
„Gott… du füllst mich komplett aus.“
Ich bewegte mich in ihr, langsam zuerst, dann schneller. Der Baumstamm knarrte unter uns. Ihre Nägel kratzten über meinen Rücken, zogen blutige Spuren. Der Schmerz machte mich nur noch geiler.
„Härter“, keuchte sie. „Ich will es morgen noch spüren.“
Ich packte ihre Hüften, stieß härter zu. Sie schrie auf, aber nicht vor Schmerz. Ihre Beine schlangen sich um meine Hüften, zogen mich noch tiefer in sie. Das Gefühl war überwältigend – ihre Enge, ihre Hitze, die Wellen, die hinter uns ans Ufer schlugen.
„Ich komme schon wieder“, japste sie. „Oh fuck, ich komme…“
Sie kam ein zweites Mal, noch heftiger als beim ersten Mal. Ihre Muskeln zogen sich um meinen Schwanz zusammen. Das war zu viel. Ich spürte, wie mein Orgasmus sich aufbaute, unaufhaltsam.
„Ich muss…“
„In mir“, keuchte sie. „Komm in mir.“
Ich explodierte in ihr, spritzte meinen Samen tief in ihren Körper. Welle um Welle. Ich konnte nicht aufhören zu kommen. Sie hielt mich fest, flüsterte meinen Namen immer wieder.
Wir blieben so liegen, verschwitzt und erschöpft. Das Salzwasser leckte an unseren Füßen. Irgendwo in der Ferne hörte ich Musik aus einem der Hotels.
„Das war mein Versprechen“, flüsterte sie. „Bei jedem Vollmond verspreche ich mir, etwas Verrücktes zu tun. Etwas, das ich normalerweise nie tun würde.“
„Und ich war dein verrücktes Ding für heute Nacht?“
Sie küsste mich sanft. „Du warst perfekt.“
Wir zogen uns an – unsere Kleidung war steif vom Salzwasser. Sie fand ihren BH nicht, lachte nur und zuckte mit den Schultern. „Dann gehe ich eben so zurück.“
Wir gingen zusammen den Strand entlang, Hand in Hand. Beim Hotel trennten sich unsere Wege. Sie ging nach links, ich nach rechts. Keine Telefonnummern, keine Nachnamen, keine Versprechen für morgen.
„Vielleicht sehen wir uns wieder“, sagte sie. „Beim nächsten Vollmond.“
„Vielleicht.“
Aber wir beide wussten, dass wir es nicht würden. Und genau das machte es perfekt.
Zurück in meinem Zimmer konnte ich immer noch nicht schlafen. Aber diesmal war es anders. Ich lag im Bett, spürte das Salz auf meiner Haut, roch ihr Parfüm an meinen Fingern. Mein Körper fühlte sich lebendig an, jede Zelle kribbelte noch.
Ich dachte an ihre Worte. Ein Versprechen bei Vollmond. Etwas Verrücktes tun. Salzkristalle auf nackter Haut und das Gefühl, lebendig zu sein. Vielleicht brauchte ich das auch. Vielleicht war genau das der Grund, warum ich hergekommen war.
Am nächsten Morgen sah ich sie beim Frühstück. Sie saß allein an einem Tisch, las ein Buch. Unser Blicke trafen sich kurz. Sie lächelte – ein kleines, verschwörerisches Lächeln. Dann wandte sie sich wieder ihrem Buch zu.

Keine Worte. Keine Erklärungen. Nur das gemeinsame Geheimnis zwischen uns.
Und während ich meinen Kaffee trank, wusste ich: Bei meinem nächsten Urlaub würde ich wieder auf den Vollmond warten. Und auf diese besondere Art von Versprechen, die man nur sich selbst gibt – und mit Fremden teilt, die man nie wiedersehen wird.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.