Die Klimaanlage im fünften Stock war wieder ausgefallen. Mittags um zwei war das Büro eine Sauna, und ich hatte drei Meetings hinter mir, bei denen mir der Anzug am Körper klebte. Valerius – ja, seine Eltern waren wohl Latein-Fans – lehnte an meinem Schreibtisch, als ich zurückkam, die Krawatte bereits gelockert, die obersten zwei Knöpfe offen.
„Die Dusche im Keller ist frei“, sagte er, ohne aufzublicken. „Falls du den Salzfilm abwaschen willst, bevor das Meeting mit den Investoren losgeht.“
„Wir haben eine Dusche im Keller?“
„Für die Leute, die mit dem Rad kommen. Oder im Sommer joggen gehen.“ Erst jetzt sah er mich an. Seine Augen waren dunkel, fast schwarz. „Ich zeig dir, wo.“
Ich hätte Nein sagen können. Hätte abwinken, lächeln, irgendwas murmeln können. Stattdessen griff ich nach meiner Tasche und folgte ihm.
Der Keller roch nach Beton und kaltem Wasser. Die Gänge waren leer, die Neonröhren flackerten über uns. Valerius ging voraus, die Hände in den Hosentaschen, als wäre das hier das Normalste der Welt. Vor einer unscheinbaren Tür blieb er stehen, zog einen Schlüssel aus der Tasche – woher zum Teufel hatte er den? – und sperrte auf.
„Nach dir.“
Der Raum war klein. Zwei Duschen, durch eine Trennwand aus Milchglas getrennt, ein paar Spinde, eine schmale Bank. Keine Fenster. Nur die surrende Lüftung und dieser sterile Geruch nach Desinfektionsmittel und Feuchtigkeit.

„Handtücher sind im Spind“, sagte Valerius, und dann schloss er die Tür hinter uns. Nicht abschließen – nur zuziehen. Aber in dem Moment, als das Schloss einrastete, veränderte sich etwas in der Luft.
Ich drehte mich zu ihm um. „Was machst du?“
„Dasselbe wie du. Abkühlen.“ Sein Blick glitt über mich, langsam, als würde er jeden Zentimeter vermessen. „Oder hast du gedacht, ich lass dich hier allein runter?“
Mein Herz hämmerte. Ich hätte ihn anschreien sollen, rausschmeißen, irgendwas. Stattdessen blieb ich stehen, die Tasche in der Hand, und starrte ihn an.
„Zieh dich aus“, sagte er. Keine Frage. Kein Angebot. Ein Befehl.
„Valerius—“
„Du schwitzt. Ich schwitze. Wir haben zwanzig Minuten, bevor oben jemand fragt, wo wir sind.“ Er zog sein Hemd aus dem Hosenbund, knöpfte es mit ruhigen Fingern auf. „Also entweder du machst, was ich sage, oder du gehst wieder hoch und erklärst den Investoren, warum du aussiehst, als hättest du in einem Backofen geschlafen.“
Ich hasste ihn in dem Moment. Hasste seine Ruhe, seine Selbstsicherheit, die Art, wie er mich ansah, als wüsste er längst, dass ich bleiben würde. Und ich hasste mich selbst dafür, dass er recht hatte.
Meine Finger zitterten, als ich die Bluse aufknöpfte. Valerius lehnte sich gegen die Trennwand, das Hemd jetzt offen, und sah zu. Einfach nur zu. Kein Grinsen, keine blöden Sprüche. Nur dieser brennende, hungrige Blick, der mich mehr entkleidete als meine eigenen Hände.

Der BH fiel zu Boden. Die Hose. Ich stand da in meinem Slip, spürte die kühle Luft auf der Haut, und dann sagte Valerius: „Alles.“
Ich hätte ihm ins Gesicht schlagen können. Hätte es tun sollen. Aber stattdessen schob ich den Slip über die Hüften und ließ ihn fallen.
„Gut“, murmelte er, und das Wort schien meinen ganzen Körper zu berühren. „Jetzt dusch dich.“
Ich drehte mich zur Dusche um, drehte das Wasser auf. Der erste Strahl war eiskalt, ließ mich aufkeuchen, dann wurde er wärmer, angenehm, fast heiß. Ich schloss die Augen, ließ das Wasser über mich laufen, versuchte zu vergessen, dass er da war, dass er zusah.
Bis ich seine Hände auf meinen Hüften spürte.
„Was—“
„Ich hab gesagt, dusch dich. Nicht, dass ich nicht zuschauen darf.“ Seine Stimme war direkt an meinem Ohr, rau und leise. „Lehn dich nach vorne.“
„Valerius, das ist—“
„Nach. Vorne.“
Seine Hände drückten sanft, aber bestimmt gegen meinen unteren Rücken. Ich ließ mich gegen die Wand fallen, die Handflächen gegen die kalten Fliesen gepresst, das Wasser lief mir über den Rücken, zwischen die Schenkel. Ich hörte, wie er sich auszog, hörte seine Kleidung auf den Boden fallen, dann stand er hinter mir, seine Haut heiß gegen meine.
„Du machst das besser, als ich dachte“, murmelte er, und seine Hand glitt meinen Rücken hinab, über die Rundung meines Pos, dann zwischen meine Beine. Ich zuckte zusammen, presste mich an die Wand, aber er zog mich zurück, seine andere Hand fest in meinem Haar.

„Entspann dich.“ Sein Finger glitt über meine Öffnung, langsam, fast zärtlich. „Ich will nur sehen, wie bereit du bist.“
Ich war nass. Nicht vom Wasser. Ich war durchnässt, und wir beide wussten es. Seine Finger drangen in mich ein, zwei auf einmal, und ich stöhnte auf, presste die Stirn gegen die Fliesen.
„Ja“, zischte er. „Genau so.“
Er fickte mich mit den Fingern, hart und rhythmisch, und mit jeder Bewegung wurde es schwerer zu atmen. Das Wasser prasselte auf uns herab, der Dampf stieg auf, alles war heiß und eng und falsch und so verdammt richtig für diesen verbotenen Ort, und dann zog er die Finger zurück.
„Nicht“, keuchte ich, ohne nachzudenken.
„Nicht?“ Seine Stimme war ein dunkles Lachen. „Du willst mehr?“
Ich nickte, stumm, außer Atem.
„Dann sag es.“
„Bitte.“
„Bitte was?“
Ich schluckte. „Bitte… fick mich.“
„Wo?“
Die Frage hing in der Luft, schwer und eindeutig. Ich wusste, was er wollte. Wusste, dass das hier keine normale Nummer war, kein schneller Fick nach Feierabend im Büro.
„Da“, flüsterte ich. „Da hinten.“
Seine Hände packten meine Hüften, zogen mich zurück, zwangen mich, den Rücken durchzudrücken. Ich spürte die Spitze seines Schwanz gegen meinen Hintern, spürte, wie er sich langsam, quälend langsam vorschob.
„Atme“, sagte er.
Ich versuchte es. Versuchte zu atmen, während er sich in mich drängte, Zentimeter um Zentimeter. Es tat weh, aber nicht so, wie ich gedacht hatte. Es war ein brennender, dehnender Schmerz, der sich mit jedem Atemzug in etwas anderes verwandelte. In Druck. In Fülle. In ein irres, verzweifeltes Verlangen nach mehr.
„Scheiße“, keuchte er, als er ganz in mir war. „So eng.“
Seine Hände gruben sich in meine Hüften, und dann begann er sich zu bewegen. Langsam zuerst, dann schneller, härter, jeder Stoß tief und gnadenlos. Ich klammerte mich an die Wand, stöhnte gegen die Fliesen, spürte, wie mein Körper ihn aufnahm, wie ich mich ihm öffnete, wie ich alles vergaß außer dem Rhythmus seiner Hüften und dem heißen Wasser auf meiner Haut.
Seine Hand glitt nach vorne, zwischen meine Beine, fand meinen Kitzler. Er rieb, fest und schnell, und ich schrie auf, konnte nicht anders.

„Leise“, zischte er, die andere Hand über meinen Mund gepresst. „Sonst hört uns noch jemand.“
Die Vorstellung – jemand könnte hier runter kommen, die Tür öffnen, uns so sehen – machte alles nur noch intensiver. Ich presste mich gegen seine Hand, stöhnte in seine Handfläche, während er mich fickte, schneller jetzt, heftiger, seine Finger und sein Schwanz in perfekter, brutaler Harmonie.
„Komm“, keuchte er. „Komm jetzt für mich.“
Und ich tat es. Explodierte, zerbrach, löste mich auf in Wellen aus Hitze und Lust. Mein Körper verkrampfte sich um ihn, zog ihn tiefer, und ich hörte, wie er aufstöhnte, wie sein Griff fester wurde, wie er ein letztes Mal zustieß und dann in mir kam, heiß und pulsierend.
Wir blieben so stehen, keuchend, zitternd, das Wasser immer noch auf uns herab prasselnd. Langsam zog er sich zurück, und ich sank gegen die Wand, die Beine weich wie Gummi.
„Fünf Minuten“, sagte er schließlich, seine Stimme wieder ruhig, kontrolliert. „Dann müssen wir hoch.“
Ich drehte mich zu ihm um. Sein Gesicht war gerötet, die Haare nass, aber sein Blick war klar. Als wäre gerade nichts passiert. Als wären wir einfach nur Kollegen, die sich nach einem heißen Tag abkühlen wollten.
„Das…“ Ich suchte nach Worten. „Das war—“
„Notwendig“, unterbrach er mich. Ein schmales Lächeln. „Und wird sich wiederholen.“
Er griff nach einem Handtuch, warf mir eins zu. „Mach dich fertig. Die Investoren warten.“
Und während ich mich abtrocknete, meine Kleidung wieder anzog, meine Haare zurückstrich, wusste ich, dass er recht hatte. Das hier war nicht vorbei. Das hier hatte gerade erst angefangen.
Im Meeting saß ich ihm gegenüber. Niemand bemerkte etwas. Niemand sah die Spuren, die er auf meiner Haut hinterlassen hatte. Aber jedes Mal, wenn sich unsere Blicke trafen, spürte ich es wieder – seine Hände, seinen Griff, diese absolut versaute Macht, die er über mich hatte.
Und als das Meeting vorbei war und alle gingen, blieb er noch einen Moment sitzen, sah mich an und formte lautlos ein Wort mit den Lippen: „Morgen.“

Ich nickte. Weil ich keine andere Wahl hatte. Weil ich es wollte. Weil der Wasserstrahl in der Bürodusche und sein Griff an meinen Hüften etwas in mir geweckt hatten, das ich nicht mehr ignorieren konnte.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.