Nebelschleier und sein Flüstern am Frühstückstisch – Sexgeschichte

Mann und Frau sitzen sich im nebligen Morgenlicht an einem Fruehstueckstisch gegenueber, intensive Blicke

Der Nebel klebte an den Fensterscheiben wie eine zweite Haut, als ich an diesem Morgen in das kleine Hotelrestaurant kam. Ich hatte schlecht geschlafen, nicht wegen des Betts – das war überraschend bequem –, sondern weil ich die ganze Nacht über nicht aufhören konnte zu denken. An zuhause. An meine Ehe, die schon lange nur noch eine Hülle war. An das, was ich hier eigentlich wollte.

Die Bergpension lag irgendwo zwischen Österreich und Deutschland, einer dieser vergessenen Orte, wo die Zeit langsamer läuft. Ich hatte eine Woche gebucht. Allein. Keine Fragen gestellt, keine Erklärungen abgegeben.

Und dann sah ich sie.

Sie saß am Fenster, den Blick nach draußen gerichtet, wo der Nebel die Welt verschluckt hatte. Dunkelrote Haare, die ihr über die Schultern fielen. Ein weißer Pullover, der sich weich an ihren Körper schmiegte. Ihre Finger umfassten eine Tasse Kaffee, aber sie trank nicht. Sie starrte nur hinaus, als würde sie auf etwas warten.

Rothaarige Frau am Fenster eines Berghotels, die nachdenklich in den Nebel hinausschaut

Ich hätte mich woanders hinsetzen können. Sollte es vielleicht sogar. Aber ich tat es nicht.

„Ist hier noch frei?“

Sie drehte sich zu mir um, und für einen Moment trafen sich unsere Blicke. Ihre Augen waren grün, intensiv, und etwas in ihnen ließ mich innehalten. Eine Müdigkeit, die ich kannte. Eine Einsamkeit, die ich verstand.

„Klar“, sagte sie und lächelte leicht. „Nebel macht gesellig, oder?“

Ich setzte mich ihr gegenüber. „Oder einsam. Je nachdem.“

„Stimmt.“ Sie nippte an ihrem Kaffee, und ich bemerkte, dass ihre Finger leicht zitterten. „Ich bin Marlou.“

„Jasper.“

Wir schwiegen einen Moment, aber es war kein unangenehmes Schweigen. Eher so, als würden wir beide abwägen, wie viel wir preisgeben wollten. Die Kellnerin brachte mir Kaffee, und ich bestellte ein Croissant, obwohl ich keinen Hunger hatte.

„Auch auf der Flucht?“, fragte Marlou plötzlich.

Ich stutzte. „Wie kommst du darauf?“

„Weil ich es bin.“ Sie lehnte sich zurück, und ihr Pullover rutschte ein Stück herunter, gab den Blick auf ihr Schlüsselbein frei. „Man sieht es Menschen an. Diese Unruhe. Dieses Gefühl, irgendwohin zu müssen, aber nicht zu wissen, wohin.“

Ich nickte langsam. „Vielleicht hast du recht.“

„Was ist es bei dir? Arbeit? Beziehung?“

„Beides. Keins. Alles.“ Ich lachte bitter. „Meine Frau und ich… wir reden nicht mehr wirklich miteinander. Wir funktionieren nur noch.“

„Kenne ich.“ Ihre Stimme wurde leiser. „Mein Mann hat eine Affäre. Weiß er nicht, dass ich es weiß. Aber ich merke es. An den kleinen Dingen. Den Lügen, die sich wie Nebel zwischen uns legen.“

Wieder Stille. Aber diesmal fühlte sie sich anders an. Intimer. Als hätten wir beide ein Geheimnis geteilt, das uns verband.

„Warum bleibst du?“, fragte ich.

„Warum bleibst du?“

Touché. Ich hatte keine Antwort darauf.

Nach dem Frühstück schlenderten wir gemeinsam durch den Nebel. Die Welt um uns herum war verschwommen, unwirklich, als würden wir in einer Zwischenwelt existieren. Marlou ging dicht neben mir, und manchmal streiften sich unsere Hände. Zufällig. Oder auch nicht.

„Ich habe gestern Abend online geschrieben“, sagte sie unvermittelt.

„Wie meinst du das?“

„Mit jemandem. In einem Forum. Einer dieser Orte, wo Fremde sich Dinge erzählen, die sie nie laut aussprechen würden.“ Sie lachte leise. „Es war… befreiend.“

„Was hast du geschrieben?“

Sie blieb stehen und sah mich an. „Dass ich mir wünsche, dass mich jemand wieder so ansieht, als wäre ich begehrenswert. Dass ich nicht nur die Frau bin, die das Abendessen macht und die Wäsche faltet.“

Ihr Blick war intensiv, fast herausfordernd. Ich spürte, wie etwas in mir nachgab. Eine Barriere, die ich seit Jahren aufrechterhalten hatte.

„Du bist begehrenswert“, sagte ich, und meine Stimme klang rauer, als ich wollte.

Ihre Augen weiteten sich leicht, und dann lächelte sie. „Du auch.“

Rothaarige Frau und Mann stehen sich im Nebel sehr nah gegenüber, intensive Blicke kurz vor einem Kuss

Wir gingen zurück zum Hotel, aber keiner von uns sprach den Gedanken aus, der zwischen uns hing. Erst als wir im Aufzug standen, allein, und sich die Türen schlossen, sagte sie: „Mein Zimmer oder deins?“

„Deins.“

Kaum waren wir in ihrem Zimmer, schloss sie die Tür und lehnte sich dagegen. Ihr Atem ging schneller, und ich sah die Anspannung in ihren Schultern. Ich trat näher, langsam, gab ihr Zeit, es sich anders zu überlegen. Aber sie rührte sich nicht.

„Ich will das“, flüsterte sie. „Ich brauche das.“

Ich legte meine Hand an ihre Wange, und sie schloss die Augen. Dann küsste ich sie. Sanft zuerst, fast zögerlich, aber als sie sich in den Kuss hineinfallen ließ, wurde er tiefer. Hungriger. Ihre Hände fuhren in meine Haare, zogen mich näher, und ich spürte, wie ihr Körper gegen meinen presste.

Rothaarige Frau lehnt an Zimmertür mit geschlossenen Augen, während eine Hand zärtlich ihr Gesicht berührt

„Warte“, keuchte sie plötzlich. „Ich will… ich will, dass du es siehst.“

„Was sehen?“

Sie löste sich von mir, ging zum Bett und zog ihren Laptop heraus. „Gestern Abend. Das Gespräch. Ich will, dass du liest, was ich geschrieben habe. Was er mir geschrieben hat.“

Es war ungewöhnlich, bizarr fast, aber ich setzte mich neben sie. Sie öffnete ein Chatfenster, und ich begann zu lesen. Die Nachrichten waren explizit, voller Sehnsucht und unterdrückter Lust. Der Fremde hatte ihr Dinge geschrieben, die sie zum Beben gebracht hatten. Und sie hatte geantwortet. Offen. Ehrlich. So, wie sie es vermutlich seit Jahren nicht mehr getan hatte.

„Das macht dich an?“, fragte ich leise.

„Ja.“ Sie sah mich an, ihre Wangen gerötet. „Und du?“

Ich nickte. „Ja.“

Sie klappte den Laptop zu und küsste mich wieder, diesmal fordernder. Ihre Hände zogen an meinem Shirt, und ich half ihr, es über den Kopf zu ziehen. Dann streifte ich ihren Pullover ab, und darunter trug sie nichts. Ihre Brüste waren klein, fest, und als ich sie berührte, stöhnte sie leise.

„Bett“, murmelte sie, und wir stolperten rückwärts, bis wir auf die Matratze fielen.

Ich küsste mich an ihrem Hals entlang, während meine Hände ihre Jeans öffneten. Sie hob die Hüften, half mir, sie auszuziehen, und dann lag sie vor mir, nur noch in einem schwarzen Slip. Ich strich mit meinen Fingern darüber, spürte, wie feucht der Stoff war.

Rothaarige Frau liegt auf weißem Hotelbett in schwarzer Spitzenunterwäsche mit verlangendem Blick

„Bitte“, flüsterte sie. „Nicht aufhören.“

Ich zog ihren Slip zur Seite und berührte sie direkt. Sie war heiß, nass, und als ich langsam in sie eindrang mit meinen Fingern, bog sie sich mir entgegen. Ihr Atem kam stoßweise, und sie griff nach meiner Hand, führte sie tiefer.

„Mehr“, keuchte sie. „Ich will mehr.“

Ich zog meine eigene Hose aus, und sie half mir, ungeduldig, fast hektisch. Als ich mich schließlich zwischen ihre Beine kniete, hielt sie inne und sah mich an.

„Ich habe das seit Jahren nicht mehr gefühlt“, sagte sie leise. „Dieses… Verlangen.“

„Ich auch nicht.“

Ich drang langsam in sie ein, und sie schloss die Augen, ihr Mund öffnete sich zu einem lautlosen Schrei. Wir bewegten uns zusammen, langsam zuerst, dann schneller, und ich spürte, wie sich alles in mir anspannte. Es war nicht nur körperlich. Es war emotional. Als würden wir beide etwas suchen, das wir verloren hatten.

Sie kam zuerst, ihr Körper bebte unter mir, und sie krallte sich in meinen Rücken. Kurz darauf folgte ich, und für einen Moment verschwand alles andere. Der Nebel, die Einsamkeit, die Lügen. Es gab nur noch uns.

Danach lagen wir nebeneinander, schweigend, unsere Finger ineinander verschränkt. Draußen hob sich der Nebel langsam, gab den Blick auf die Berge frei.

„Was machen wir jetzt?“, fragte sie irgendwann.

„Ich weiß es nicht.“

„Ich auch nicht.“

Sie drehte sich zu mir um, und in ihren Augen lag eine Traurigkeit, die mich berührte. „Vielleicht war das nur für heute. Nur für diesen Moment.“

„Vielleicht.“

Aber ich wusste, dass es nicht stimmte. Etwas hatte sich verändert. In mir. Vielleicht in uns beiden.

Am nächsten Morgen saß Marlou wieder am Fenster. Diesmal war der Nebel weg, und die Sonne schien. Sie sah anders aus. Leichter irgendwie.

„Kaffee?“, fragte ich, und sie nickte.

„Gerne.“

Rothaarige Frau am Frühstückstisch mit Bergblick, trägt weißes Hemd und lächelt wehmütig

Wir sprachen nicht über die Nacht. Nicht über das, was kommen würde. Stattdessen erzählte sie mir von einer anderen Begegnung, die sie einmal in einem Chat gehabt hatte, wie sie sich getraut hatte, Dinge zu schreiben, die sie nie laut sagen würde. Ich hörte zu, und zum ersten Mal seit langem fühlte es sich an, als würde mich jemand wirklich verstehen.

„Ich fahre morgen“, sagte sie schließlich.

„Ich übermorgen.“

„Werden wir uns wiedersehen?“

Ich zögerte. „Ich weiß es nicht. Sollten wir?“

Sie lächelte traurig. „Vielleicht war das genau das, was wir beide brauchten. Etwas, das uns daran erinnert, dass wir noch leben. Dass wir noch fühlen können.“

„Vielleicht.“

Aber als sie aufstand, um zu gehen, griff sie nach meiner Hand. „Danke“, flüsterte sie. „Für alles.“

„Danke dir.“

Ich sah ihr nach, wie sie das Restaurant verließ, und wusste, dass ich sie vermissen würde. Diese Fremde, die mir näher gekommen war als manche Menschen, die ich seit Jahren kannte.

Der Nebel würde wiederkommen. Aber für einen Moment war er verschwunden, und ich hatte gesehen, was dahinter lag. Und das würde ich nie vergessen.

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Hallo!! Mein Name ist Annabella. Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.
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