Die Stille im Museum nach Schließung hat etwas Sakrales. Als hätten die Exponate das ganze Gebäude für sich allein erobert, sobald die letzten Besucher draußen sind. Ich stand vor einer Glasvitrine mit antiken Münzen und spürte, wie sich mein Puls verlangsamte. Die Klimaanlage summte leise. Meine Sneaker quietschten auf dem Marmorboden.
„Du bist auch noch hier?“
Die Stimme kam von links. Eine Frau, Ende dreißig vielleicht, dunkelblonde Haare zu einem lockeren Knoten gebunden. Sie trug ein schlichtes schwarzes Kleid und hatte diesen Blick – den Blick von jemandem, der genau weiß, was er will. Ihr Name, wie sich später herausstellte, war Runa. Neben ihr stand ein Mann mit Dreitagebart und diesem lässigen Grinsen, das sofort sympathisch wirkte. Kaspar. Und dann noch eine zweite Frau, jünger, mit kurzen roten Haaren und Sommersprossen. Thea.
„Das Museum ist geschlossen“, sagte ich.
„Wir wissen“, antwortete Runa. Ihre Stimme hatte etwas Weiches und gleichzeitig Forderndes. „Wir sind durch die Seitentür reingekommen. Kaspar kennt jemanden hier.“
„Ach so.“
Ich hätte gehen sollen. Stattdessen blieb ich stehen.
„Du bist Tourist?“, fragte Thea. Ihre Augen funkelten neugierig.
„Ja. Drei Tage nur.“
„Perfekt“, sagte Runa. „Dann hast du keine Verpflichtungen.“
Ich verstand nicht sofort, was sie meinte. Kaspar trat näher, lehnte sich gegen die Vitrine. „Wir spielen ein Spiel“, sagte er. „Regeln gibt’s nicht viele. Aber die, die es gibt, gelten absolut.“
Mein Herz klopfte schneller. „Was für ein Spiel?“
„Eines, bei dem du tust, was wir dir sagen“, erklärte Runa. Ihre Augen hielten mich fest. „Oder du gehst jetzt. Keine Wertung. Aber wenn du bleibst, dann bleibst du ganz.“
Ich schluckte. Das war verrückt. Aber irgendwas in mir – vielleicht die Anonymität der Fremde, vielleicht die Spannung in der Luft – wollte wissen, wohin das führen würde. „Okay“, hörte ich mich sagen.
Thea lächelte. „Gut. Dann komm mit.“
Wir gingen durch den Saal, vorbei an griechischen Statuen und mittelalterlichen Rüstungen. Runa führte, Kaspar ging neben mir, Thea hinter uns. Es fühlte sich an wie eine Prozession. Im hinteren Teil des Museums, wo die Wände dunkler wurden und die Beleuchtung gedämpft war, blieben wir stehen. Hier standen die großen Vitrinen mit den ägyptischen Artefakten.

„Zieh dein Shirt aus“, sagte Runa. Keine Frage. Ein Befehl.
Ich zögerte nur eine Sekunde, dann zog ich es über den Kopf. Die kühle Luft strich über meine Haut. Thea trat näher, ihre Finger glitten über meinen Brustkorb, leicht, fast spielerisch. Ich zuckte zusammen.
„Sensibel“, murmelte sie.
Kaspar stand jetzt direkt vor mir. „Hände hinter den Rücken.“
Ich tat es. Sofort spürte ich, wie Thea etwas um meine Handgelenke schlang – weich, aber fest. Ein Tuch vielleicht. Sie zog es stramm. Nicht schmerzhaft, aber unmissverständlich. Ich war fixiert. Die Situation erinnerte mich an Geschichten, die ich über Fesselspiele gelesen hatte, aber hier war alles real, intensiv, greifbar.
„Gut“, sagte Runa. Sie stand jetzt direkt vor mir, ihr Blick bohrte sich in meinen. „Regel Nummer eins: Du redest nicht, es sei denn, wir fragen dich etwas. Regel Nummer zwei: Du kommst nicht, bevor ich es dir erlaube. Verstanden?“
„Ja.“
„Ja was?“
„Ja, verstanden.“
Sie lächelte. Dann küsste sie mich. Hart, fordernd. Ihre Zunge drängte sich in meinen Mund, und ich stöhnte unwillkürlich. Gleichzeitig spürte ich Theas Hände an meiner Hose. Sie öffnete den Knopf, zog den Reißverschluss runter. Langsam. Quälend langsam.
Kaspar beobachtete alles. Er lehnte an der Vitrine, die Arme verschränkt, ein amüsiertes Grinsen auf den Lippen. „Gefällt dir das?“, fragte er.
Ich nickte.
„Sag es.“
„Ja. Es gefällt mir.“
Thea zog meine Hose runter, zusammen mit der Unterwäsche. Mein Schwanz war bereits hart, und sie lachte leise. „Sehr gefällig.“
Runa trat zurück, musterte mich. „Dreh dich um.“
Ich drehte mich um. Meine Hände waren noch immer auf dem Rücken gefesselt. Ich hörte Schritte, Rascheln von Stoff. Dann spürte ich Hände auf meinem Rücken, auf meinen Schultern. Theas Lippen berührten meinen Nacken, zart, fast zärtlich. Gleichzeitig spürte ich, wie jemand vor mir niederkniete. Ich blickte nach unten – es war Kaspar.

„Entspann dich“, sagte er. Dann nahm er meinen Schwanz in den Mund.
Ich keuchte auf. Die Wärme, die Feuchtigkeit – es war überwältigend. Seine Zunge kreiste um die Spitze, dann nahm er mich tiefer. Ich versuchte, mich zu bewegen, aber Thea hielt mich fest, ihre Finger gruben sich in meine Hüften.
„Still“, flüsterte Runa hinter mir. Ihre Stimme war Samt und Stahl zugleich.
Kaspar arbeitete weiter, seine Bewegungen waren geübt, rhythmisch. Ich spürte, wie die Spannung in mir aufstieg, wie mein Atem schneller wurde. Aber dann hörte er auf. Einfach so. Ich stöhnte frustriert.
„Noch nicht“, sagte Runa. „Du kommst, wenn ich es sage.“
Sie drehten mich wieder um. Runa stand jetzt direkt vor mir, ihr Kleid hing offen. Darunter trug sie nichts. Ihre Brüste waren klein, fest, die Brustwarzen dunkel. Sie nahm meine Hand – Thea hatte die Fesselung gelockert – und legte sie auf ihre Brust.
„Fühl mich“, sagte sie.
Ich tat es. Ihre Haut war warm, weich. Ich streichelte sie, spürte, wie ihre Brustwarze unter meiner Handfläche hart wurde. Sie schloss die Augen, atmete tief ein.
Hinter mir hörte ich Thea und Kaspar. Auch sie hatten sich ausgezogen. Ich konnte ihre Geräusche hören – das Rascheln von Haut auf Haut, leises Stöhnen. Es war, als wäre das ganze Museum zu einem einzigen erotischen Raum geworden. Ähnlich intensiv wie jene Begegnung in einem leeren Museumssaal, von der ich einmal gelesen hatte.
Runa zog mich zu Boden. Der Marmor war kalt, aber das spielte keine Rolle. Sie setzte sich auf mich, ihr Gesicht über meinem. „Jetzt“, sagte sie. „Jetzt darfst du mich schmecken.“
Sie rutschte nach oben, bis ihre Scham über meinem Gesicht war. Ich streckte meine Zunge aus, berührte sie. Sie war feucht, salzig, unglaublich. Ich leckte sie, langsam zuerst, dann intensiver. Ihre Hände griffen in meine Haare, drückten mich fester gegen sie.
„Ja“, keuchte sie. „Genau so.“
Gleichzeitig spürte ich Hände an meinem Schwanz. Thea, wie sich herausstellte. Sie hatte sich zwischen meine Beine gekniet und nahm mich in den Mund. Ihr Rhythmus war anders als der von Kaspar – schneller, wilder. Ich stöhnte in Runas Scham, und sie zitterte.
„Nicht aufhören“, befahl sie.
Ich leckte weiter, saugte an ihrer Klitoris, spürte, wie sie sich anspannte. Ihr Atem wurde flacher, ihr Griff in meinen Haaren fester. Dann kam sie, laut, unkontrolliert. Ihr ganzer Körper bebte, und ich schmeckte ihre Lust.
Sie rutschte von mir herunter, lehnte sich an die Vitrine, völlig außer Atem. Kaspar stand jetzt neben mir. „Zeit für den nächsten Teil“, sagte er.
Thea ließ von meinem Schwanz ab, grinste. „Ich will ihn spüren.“

Sie stellte sich vor mich, beugte sich nach vorne, stützte sich an der Vitrine ab. Ihr Hintern war mir zugewandt, perfekt rund. Kaspar reichte mir ein Kondom. „Mach schon.“
Ich zog es über, stand auf. Meine Knie zitterten leicht. Dann drang ich in sie ein, langsam, aber bestimmt. Sie war eng, heiß. Sie stöhnte auf, drückte sich mir entgegen.
„Härter“, keuchte sie.
Ich gehorchte. Meine Hüften schlugen gegen ihren Hintern, das Geräusch hallte durch den leeren Saal. Kaspar stand daneben, seine Hand um seinen eigenen Schwanz, beobachtete uns. Runa hatte sich erholt, stand jetzt neben Thea, ihre Hand zwischen ihren eigenen Beinen.
„Du bist gut“, flüsterte Thea. „Sehr gut.“
Ich spürte, wie die Spannung in mir wieder aufstieg. Aber ich wusste, ich durfte noch nicht kommen. Runa hatte es verboten. Ich versuchte, mich abzulenken, aber Theas Körper, ihre Geräusche, die ganze Situation – es war zu viel.
„Runa“, keuchte ich. „Ich kann nicht mehr lange…“
Sie lächelte. „Dann komm jetzt. Aber nur, wenn du uns alle ansiehst dabei.“
Ich blickte auf. Runa, Kaspar, Thea – alle sahen mich an, ihre Augen voller Lust und Erwartung. Das reichte. Ich kam, heftig, unkontrolliert. Mein ganzer Körper zuckte, und ich hörte mich selbst schreien.
Als ich fertig war, zog ich mich aus Thea zurück. Sie drehte sich um, küsste mich. „Das war gut“, murmelte sie.
Wir lagen eine Weile auf dem kalten Boden, atmeten schwer. Die Vitrinen um uns herum wirkten wie stille Zeugen, eine Szene wie aus den intensivsten Gruppensex-Geschichten, die ich je erlebt hatte.
„Wir sollten gehen“, sagte Kaspar schließlich. „Bevor der Wachmann seine Runde macht.“
Wir zogen uns an, still, fast ehrfürchtig. Draußen, vor dem Museum, verabschiedeten wir uns. Keine Telefonnummern, keine Namen außer den Vornamen. Nur ein Nicken, ein Lächeln.
„Danke“, sagte ich.
„Danke dir“, antwortete Runa. „Für dein Vertrauen.“
Dann gingen sie. Ich stand allein auf der leeren Straße, die Nacht um mich herum. In meiner Tasche fühlte ich das zerknitterte Ticket vom Museum. Ein Andenken an eine Begegnung, die nie hätte passieren sollen – und die ich nie vergessen würde. Es war eine jener Nächte, die man nur als Fremder erleben kann. Eine versaute Geschichte, die gleichzeitig zart und brutal war, kontrolliert und doch völlig außer Kontrolle.
Ich ging zurück zu meinem Hotel, die Straßen leer, die Stadt schlafend. Aber in mir war alles wach.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.