Durchsage und sein Flüstern in der Business-Lounge – Sexgeschichte

Die Durchsage kam zum dritten Mal: „Wir entschuldigen uns für die Verzögerung. Der Flug LH2204 nach Barcelona wird sich um weitere zwei Stunden verschieben.“ Ich lehnte mich zurück in den viel zu bequemen Ledersessel der Business-Lounge und fragte mich, ob es Zufall war, dass ausgerechnet Jannick im Sessel schräg gegenüber saß.

Mein Nachbar. Seit vier Jahren wohnte er im Haus nebenan, und seit vier Jahren grüßten wir uns höflich über den Gartenzaun. Manchmal half er mir mit dem Rasenmäher, wenn meiner wieder streikte. Manchmal tauschten wir Pakete aus. Nie mehr als das. Bis jetzt.

„Die Flughafengötter haben beschlossen, dass wir Gesellschaft brauchen“, sagte er plötzlich, ohne von seinem Laptop aufzublicken. Seine Stimme war tiefer als sonst, oder kam mir das nur so vor?

„Sieht so aus.“ Ich nahm einen Schluck von meinem Gin Tonic. „Wohin sollte es bei dir gehen?“

„Valencia. Meeting mit einem Kunden. Du?“

„Barcelona. Freundin heiratet.“ Ich zögerte. „Beziehungsweise hat geheiratet. Gestern. Ohne mich.“

Jetzt sah er auf. Seine Augen waren dunkler als ich sie in Erinnerung hatte. „Dann brauchst du noch einen Drink.“

Er stand auf, ging zur Bar, kam mit zwei Gläsern zurück und setzte sich diesmal direkt neben mich. Nicht gegenüber. Neben mich. So nah, dass ich sein Aftershave roch – herb, fast schon provozierend männlich.

„Auf verpasste Hochzeiten“, sagte er und hob sein Glas.

„Und verschobene Flüge.“

Wir tranken. Die Lounge war fast leer. Ein paar Geschäftsleute tippten auf ihren Laptops, eine ältere Dame döste in der Ecke. Niemand beachtete uns.

„Weißt du“, begann Jannick und lehnte sich zurück, „ich habe mich immer gefragt, wie du wirklich bist. Wenn du nicht gerade die perfekte Nachbarin spielst.“

Sein Blick glitt über mich, langsam, bewusst. Keine Entschuldigung darin. Nur Interesse.

„Perfekt?“ Ich lachte leise. „Ich glaube, du verwechselst mich.“

„Tue ich nicht.“ Seine Hand lag auf der Armlehne zwischen uns, so nah, dass ich die Wärme spüren konnte. „Du bist immer freundlich. Immer korrekt. Immer so verdammt unerreichbar.“

Das Wort hing zwischen uns wie eine Frage.

„Unerreichbar.“ Ich wiederholte es, schmeckte es. „Ist das, was du denkst?“

„Das ist, was ich dachte.“ Er drehte sich zu mir, sein Knie berührte meins. „Bis jetzt.“

Mein Herz beschleunigte. Das hier war nicht mehr nur ein höfliches Nachbarschaftsgespräch. Das war etwas anderes. Etwas, das nach Gefahr schmeckte und verbotenen Entscheidungen.

„Und was hat sich geändert?“ Meine Stimme war leiser geworden.

„Du schaust mich an, als würdest du darüber nachdenken, was unter meinem Hemd ist.“

Er hatte recht. Genau das tat ich. Und er wusste es.

„Vielleicht tue ich das“, gab ich zu. Der Gin machte mich mutiger. Oder war es die Tatsache, dass wir hier waren, Hunderte Kilometer von zuhause entfernt, wo niemand uns kannte?

Seine Hand bewegte sich, legte sich auf mein Knie. Warm. Fest. Besitzergreifend.

„Es gibt Räume hier“, sagte er leise. „Ruhezonen. Für Geschäftsreisende, die eine Pause brauchen.“

Ich sah ihn an. Sein Gesicht war konzentriert, aber in seinen Augen lag etwas Wildes. Etwas, das ich noch nie an ihm gesehen hatte. Wir waren Nachbarn. Wir grüßten uns über Gartenzäune. Das hier war Wahnsinn.

„Zeig mir“, sagte ich.

Er stand auf, nahm meine Hand und führte mich durch die Lounge. Niemand sah uns. Niemand interessierte sich. Wir waren zwei weitere Reisende in einer anonymen Wartezone. Er schob eine diskrete Tür auf, führte mich einen kurzen Gang hinunter. Die Ruhezone war klein, diskret beleuchtet. Mehrere geschlossene Kabinen, wie kleine Hotelzimmer, nur ohne Bett – dafür mit breiten Liegen und Privatsphäre.

Er öffnete eine Tür, zog mich hinein. Schloss ab.

Dann drehte er sich zu mir um, und sein Blick war nicht mehr höflich. Gar nicht höflich.

„Sag mir, dass du das auch willst“, flüsterte er.

Ich antwortete nicht mit Worten. Ich zog ihn an seinem Hemd zu mir, küsste ihn hart, hungrig. Er schmeckte nach Whiskey und Verlangen, und seine Hände waren sofort überall – in meinen Haaren, an meiner Taille, auf meinem Rücken.

„Vier Jahre“, murmelte er gegen meine Lippen. „Vier verdammte Jahre habe ich dich beobachtet. Dich im Garten gesehen. In deinen Jeans. In diesen kurzen Hosen im Sommer.“

Seine Worte trafen mich wie Schläge. Ich hatte keine Ahnung gehabt. Nie.

„Warum hast du nichts gesagt?“

„Weil du verheiratet warst.“ Seine Hand glitt unter mein Top, fand meine nackte Haut. „Aber du trägst keinen Ring mehr. Seit acht Monaten nicht mehr.“

Er hatte es bemerkt. Natürlich hatte er es bemerkt.

Ich zog ihm das Hemd aus der Hose, öffnete die Knöpfe. Seine Brust war fest, warm, genau so wie ich es mir vorgestellt hatte – nicht dass ich es mir vorgestellt hätte, aber offenbar hatte ich es doch.

„Und jetzt?“ fragte ich atemlos.

„Jetzt,“ seine Stimme wurde rau, „werde ich dir zeigen, was ich die ganze Zeit denken musste, wenn ich dich sah.“

Er drehte mich um, drückte mich sanft aber bestimmt gegen die Wand. Seine Lippen fanden meinen Nacken, seine Zähne meine Haut. Ich keuchte auf, überrascht von der Intensität. Das erinnerte mich an jene unkontrollierte Begegnung, von der mir eine Freundin erzählt hatte – wenn die Vernunft verschwindet und nur noch das Jetzt zählt.

Seine Hände schoben mein Top hoch, öffneten meinen BH mit einer Leichtigkeit, die mich überraschte. Er wusste, was er tat. Keine Nervosität. Keine Unsicherheit.

„Du bist noch schöner als ich dachte“, flüsterte er, während seine Hände meine Brüste umfassten, sie kneteten, spielten. „Noch perfekter.“

Ich wollte antworten, aber dann wanderte eine seiner Hände tiefer, öffnete meine Jeans, schob sie hinunter. Seine Finger fanden ihren Weg unter meinen Slip, und ich spürte, wie nass ich bereits war.

„Fuck“, murmelte er. „Du willst das genauso sehr wie ich.“

„Ja.“ Mehr brachte ich nicht heraus.

Seine Finger kreisten, fanden meinen Kitzler, spielten mit mir wie ein Instrument. Langsam zuerst, dann schneller. Ich stöhnte, presste mich gegen die Wand, gegen seine Hand. Das hier war falsch. Wir waren Nachbarn. Wir würden uns wieder sehen, jeden Tag, über den Zaun hinweg.

Aber genau das machte es noch erregender.

„Sag mir, was du willst“, forderte er.

„Dich. Ich will dich. Jetzt.“

Er drehte mich wieder um, sah mir in die Augen. In seinen lag pure, ungefilterte Lust. Er zog ein Kondom aus seiner Brieftasche – natürlich hatte er eins dabei – und ich fragte mich kurz, ob er das geplant hatte. Aber dann war es mir egal.

Er streifte seine Hose herunter, setzte das Kondom auf. Sein Schwanz war hart, beeindruckend, und ich spürte ein Ziehen tief in mir.

„Komm her“, sagte er und zog mich zur Liege, setzte sich, zog mich auf seinen Schoß. „Ich will dein Gesicht sehen, wenn du kommst.“

Die Position war intim, intensiv. Ich versenkte mich langsam auf ihm, spürte, wie er mich ausfüllte, dehnte. Wir stöhnten beide gleichzeitig.

„So gut“, murmelte er und hielt meine Hüften. „Du fühlst dich so verdammt gut an.“

Ich begann mich zu bewegen, langsam zuerst, dann schneller. Seine Hände leiteten mich, steuerten den Rhythmus. Seine Lippen fanden meine Brüste, saugten, bissen sanft. Es gab nur noch uns, das Gefühl von ihm in mir, die Hitze zwischen uns.

Die Lounge draußen mit ihren versauten Möglichkeiten existierte nicht mehr. Nur dieser Moment.

„Schneller“, forderte er. „Zeig mir, wie sehr du das brauchst.“

Ich gehorchte, ritt ihn härter, schneller. Seine Finger fanden wieder meinen Kitzler, kreisten, drückten. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog, wie die Spannung unerträglich wurde.

„Jannick, ich—“

„Komm für mich“, befahl er. „Ich will es spüren.“

Und ich kam. Hart, unkontrolliert, mit einem Stöhnen, das ich kaum unterdrücken konnte. Er folgte Sekunden später, seine Finger gruben sich in meine Hüften, sein ganzer Körper spannte sich an.

Wir verharrten so, ineinander, atmend, schwitzend. Die Realität kehrte langsam zurück.

„Das war…“ begann ich.

„Längst überfällig“, beendete er den Satz.

Wir trennten uns langsam, zogen uns an. Die Stille zwischen uns war nicht unangenehm, aber aufgeladen mit Fragen.

„Was passiert jetzt?“ fragte ich schließlich.

Er lächelte, dieses verdammt selbstsichere Lächeln. „Wir gehen zurück in die Lounge. Nehmen unsere Flüge. Und dann…“ er kam näher, flüsterte mir ins Ohr, „sehen wir uns übermorgen wieder. Über den Gartenzaun. Und diesmal,“ seine Lippen streiften mein Ohrläppchen, „laden wir uns gegenseitig zum Kaffee ein.“

Zwei Stunden später saß ich im Flugzeug nach Barcelona, starrte aus dem Fenster und fragte mich, ob das gerade wirklich passiert war. Mein Handy vibrierte.

Jannick: „Bin im Flieger. Denke an dich. An nachher.“

Ich lächelte, schrieb zurück: „Ich auch.“

Die Flugbegleiterin kam mit Getränken vorbei. Ich bestellte einen Gin Tonic, lehnte mich zurück. Die verpasste Hochzeit schmerzte nicht mehr so sehr. Stattdessen fühlte ich etwas anderes – Vorfreude.

Auf den Gartenzaun. Auf den Kaffee. Auf alles, was noch kommen würde.

Nachbarschaft hatte plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen.

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Hallo!! Mein Name ist Annabella. Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.
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