Notstopp und ihre Zungen im Fahrstuhl – Sexgeschichte

Der Fahrstuhl war so einer, wie man ihn in den achtziger Jahren verbaut hat: verspiegelte Wände, fleckiger Teppichboden, Messinggriffe. Ich stand drin mit meinem Kaffeebecher und wartete darauf, dass sich die Türen schlossen. Zwölfter Stock. Ich war spät dran für das Meeting.

Dann schob sich im letzten Moment eine Hand zwischen die Türen. Zwei Frauen drängten sich herein, beide um die Mitte dreißig, beide außer Atem. Die eine trug einen dunkelblauen Hosenanzug, ihre rotblonden Haare zu einem strengen Dutt gebunden. Die andere war leger: Jeans, ein offenes Jeanshemd über einem engen Top, wilde braune Locken. Ihre Namen würde ich erst später erfahren – Finja und Romy.

„Gerade noch geschafft“, keuchte die mit dem Dutt und drückte auf die Neun. Ihre Begleiterin lehnte sich an die Wand, grinste mich an. „Morgen. Stressig, was?“

„Geht so“, sagte ich.

Die Türen schlossen sich. Der Fahrstuhl setzte sich mit einem Ruck in Bewegung, und ich starrte auf die Leuchtanzeige. Dritter Stock. Vierter. Fünfter.

Dann ein metallisches Kreischen. Ein Ruck. Stille.

„Scheiße“, sagte die mit den Locken. Finja. Oder Romy. Ich hatte noch keine Ahnung.

Die Leuchtanzeige flackerte zwischen fünf und sechs. Das Licht summte leise. Wir standen zu dritt in diesem kleinen Kasten und schauten uns an. Keine Panik. Noch nicht. Aber eine seltsame Spannung hing in der Luft, die nichts mit dem Notstopp zu tun hatte.

„Na toll“, sagte die im Anzug und drückte auf den Alarmknopf. Nichts passierte. Sie drückte nochmal. „Finja, hast du Empfang?“

Also war die mit den Locken Romy. Die zog ihr Handy aus der Tasche, fluchte leise. „Kein Balken.“

„Ich auch nicht“, sagte ich und zeigte mein Display.

Finja lehnte sich gegen die Spiegelwand und atmete tief durch. „Okay. Kein Grund zur Panik. Die werden uns schon finden.“

„Wann?“, fragte Romy und grinste schief. „In zwei Stunden? Drei?“

„Beruhigend.“

Ich stellte meinen Kaffeebecher in die Ecke. „Wenn wir hier eh feststecken – ich bin übrigens David.“

„Finja.“

„Romy.“ Sie musterte mich mit diesem Blick, den man nicht falsch verstehen kann. Neugierig. Direkt. „Du siehst aus, als hättest du auch schon bessere Tage gehabt.“

„Danke. Du auch.“

Sie lachte. Ein echtes, warmes Lachen, das den engen Raum irgendwie größer machte. Finja verdrehte die Augen, aber ich sah, wie sich ihre Mundwinkel verzogen. Auch sie war angespannt, aber nicht nur wegen des steckengebliebenen Aufzugs. Zwischen den beiden war etwas. Eine Vertrautheit. Eine Energie.

„Wie lange kennt ihr euch?“, fragte ich, um die Stille zu brechen.

„Seit der Uni“, sagte Romy. „Und nein, bevor du fragst – wir sind keine Kolleginnen. Ich bin nur zu Besuch.“

„Zu einem sehr unpassenden Zeitpunkt“, ergänzte Finja, aber ihre Stimme klang weicher. Sie schaute Romy an, und irgendetwas in diesem Blick ließ mich schlucken. Hitze. Verbundenheit. Etwas, das man normalerweise nicht vor Fremden zeigt.

„Ich störe nicht, oder?“, fragte ich.

„Noch nicht“, sagte Romy und ihr Grinsen wurde breiter. Sie kam einen Schritt näher, und plötzlich war der Fahrstuhl noch kleiner. Ich roch ihr Parfüm, eine Mischung aus Vanille und irgendetwas Frischem, Zitronen vielleicht. „Aber wer weiß. Vielleicht wird’s ja noch interessant.“

Finja räusperte sich. „Romy.“

„Was denn?“ Romy drehte sich zu ihr um, und ich sah, wie ihre Hand nach Finjas Arm griff. Eine Berührung, die länger dauerte als nötig. „Wir sitzen hier fest. Niemand weiß, wann sie uns rausholen. Warum nicht … die Zeit nutzen?“

Finja schaute mich an. Dann Romy. Dann wieder mich. „Du meinst das nicht ernst.“

„Warum nicht?“ Romys Stimme war leiser jetzt, aber nicht weniger intensiv. „Du hast mir doch erzählt, dass du mal was Verrücktes machen willst. Spontan. Ohne nachzudenken.“ Sie strich Finja eine Strähne aus dem Gesicht, die sich aus dem Dutt gelöst hatte. „Hier ist deine Chance.“

Ich stand da, meinen Rücken gegen die kalte Spiegelwand gedrückt, und wusste nicht, was ich sagen sollte. Die Situation war surreal. Und doch – mein Herz klopfte schneller. Mein Mund war trocken.

„Du bist doch auch neugierig“, sagte Romy und sah mich an. Keine Frage. Eine Feststellung.

„Ich –“

„Sei ehrlich.“

Ich war ehrlich. „Ja.“

Finja schloss die Augen, atmete einmal tief durch. „Das ist verrückt.“

„Das ist genau richtig“, flüsterte Romy und küsste sie. Einfach so. Mitten im Fahrstuhl. Ihre Lippen trafen Finjas, zögerlich erst, dann leidenschaftlicher. Finja machte einen leisen Laut, irgendwo zwischen Überraschung und Zustimmung, und dann erwiderte sie den Kuss.

Ich konnte nicht wegsehen. Wollte es auch nicht. Es war zu intensiv, zu echt. Die Art, wie Romys Hand in Finjas Nacken glitt, wie Finja sich in den Kuss hineinlehnte, als würde sie sich darin verlieren wollen.

Als sie sich trennten, war Finjas Gesicht gerötet. Sie schaute mich an, und diesmal war da keine Zurückhaltung mehr. Nur noch Verlangen.

„Komm her“, sagte sie leise.

Ich ging die zwei Schritte, die uns trennten. Romy stand immer noch neben ihr, ihre Hand auf Finjas Hüfte. Als ich nahe genug war, zog Finja mich an meinem Hemdkragen zu sich und küsste mich. Hart. Fordernd. Ihre Lippen schmeckten nach Lippenstift und nach Romy.

Romy lachte leise. „So kenn ich dich. Endlich.“

Ich spürte Hände – viele Hände. Finjas an meinem Nacken, Romys an meiner Brust, die langsam tiefer wanderten. Es war ein Durcheinander aus Berührungen, Küssen, kleinen Atemzügen. Romy küsste meinen Hals, während Finja sich an mich presste, ihre Finger in meine Haare verkrallt. Dann küsste Romy Finja wieder, und ich schaute zu, wie ihre Zungen sich trafen, wie Finjas Augen sich schlossen.

„Du schaust gerne zu, oder?“, murmelte Romy gegen Finjas Lippen.

„Ja“, gab ich zu.

„Gut.“ Sie schob Finjas Blazer von ihren Schultern, ließ ihn auf den Boden fallen. „Dann schau.“

Finjas Bluse war halb aufgeknöpft, und Romy machte sich sofort daran, den Rest zu öffnen. Ich stand so nah, dass ich den Rhythmus von Finjas Atem spüren konnte – schneller jetzt, flacher. Romy küsste ihren Hals, ihre Schulter, während ihre Hände über Finjas Körper glitten. Finja stöhnte leise auf, ihre Augen geschlossen.

„Berühr sie“, sagte Romy zu mir.

Ich zögerte nur einen Moment. Dann legte ich meine Hand auf Finjas Taille, spürte die Wärme ihrer Haut durch den dünnen Stoff ihrer Bluse. Sie öffnete die Augen, schaute mich an.

„Ja“, flüsterte sie. „Bitte.“

Es war, als hätte jemand eine Grenze überschritten, die wir alle instinktiv gespürt hatten. Romy zog Finja zu sich, küsste sie wieder, während ich hinter Finja stand und meine Hände über ihre Hüften gleiten ließ. Finja lehnte sich zurück gegen mich, und ich spürte, wie ihr Körper bebte. Romy kniete vor ihr nieder, schaute zu mir hoch und lächelte.

„Halt sie fest“, sagte sie.

Ich hielt Finja an den Hüften, während Romy ihre Hose öffnete. Finja atmete scharf ein, ihre Hände griffen nach hinten, fanden meinen Arm, krallten sich fest. Romy zog die Hose langsam nach unten, küsste Finjas Bauch, ihre Hüften.

„Oh Gott“, stöhnte Finja.

Romy schaute wieder hoch, ihre Augen glänzten. „Du wolltest doch was Verrücktes.“

Dann verschwand sie zwischen Finjas Beinen, und Finja schrie leise auf. Ihre Knie gaben nach, aber ich hielt sie. Ihre Hände griffen fester zu, ihre Nägel gruben sich in meinen Arm. Ich spürte jede Zuckung, jedes Zittern ihres Körpers. Hörte jeden Atemzug, jedes Stöhnen.

„Fick“, keuchte sie. „Das ist –“

Romy machte irgendetwas mit ihrer Zunge, das Finja zum Verstummen brachte. Ich küsste Finjas Nacken, spürte ihren Puls unter meinen Lippen. Romy schaute zu mir hoch, ein wissender Blick, und ich verstand. Das hier war ihr Spiel. Aber ich war Teil davon.

Finja kam mit einem tiefen, bebenden Stöhnen. Romy hielt sie fest, küsste sie sanft, während Finjas Körper noch nachzitterte. Dann stand sie auf, wischte sich über den Mund und grinste.

„Deine Reihe“, sagte sie zu mir.

„Was?“

„Du dachtest doch nicht, dass wir dich vergessen?“ Romy kam näher, zog mich von Finja weg. Finja lehnte sich gegen die Wand, immer noch außer Atem, aber ihr Blick war klar. Hungrig.

Romy küsste mich, und diesmal war es anders. Fordernder. Ihre Hände öffneten meinen Gürtel, zogen meine Hose nach unten. Finja kam näher, ihre Finger strichen über meine Brust, meinen Bauch. Dann kniete sie sich neben Romy, und beide schauten zu mir hoch.

„Heilige Scheiße“, murmelte ich.

Romy lachte leise. „Lehn dich zurück und genieß.“

Ihre Zungen trafen mich gleichzeitig. Ich schloss die Augen, meine Hände griffen nach der Wand hinter mir, suchten Halt. Es war überwältigend – die Empfindungen, die Hitze, das Gefühl von zwei Mündern, zwei Zungen, die sich abwechselten, manchmal gleichzeitig, manchmal nacheinander. Ich hörte mich stöhnen, konnte nicht anders.

Finja nahm mich tiefer, während Romy mit ihrer Zunge spielte. Dann tauschten sie, und Romy schaute zu mir hoch, ihre Augen dunkel vor Erregung. Sie flüsterte etwas zu Finja, und beide lachten leise. Dann küssten sie sich über mir, ihre Zungen trafen sich, und das Bild allein brachte mich fast über die Kante.

„Noch nicht“, sagte Romy und stand auf. Sie zog ihr Hemd aus, ihr Top folgte. Finja half ihr aus der Jeans. Dann standen sie beide vor mir, nackt oder fast nackt, und ich konnte nicht glauben, dass das wirklich passierte.

Romy drehte sich zur Wand, stützte sich ab. „Komm schon“, sagte sie über die Schulter. „Wir haben nicht ewig Zeit.“

Ich trat hinter sie, meine Hände auf ihren Hüften. Finja stand neben uns, ihre Hand zwischen ihren eigenen Beinen, schaute zu. Dann drang ich in Romy ein, und sie stöhnte laut auf. Ihre Hand schlug gegen die Spiegelwand, ihr Rücken wölbte sich.

„Ja“, zischte sie. „Genau so.“

Finja kam näher, küsste Romys Nacken, ihre Schulter. Ihre Hand glitt nach vorne, zwischen Romys Beine, und ich spürte, wie sich Romy um mich zusammenzog. Das war zu viel. Zu intensiv. Ich versuchte, mich zurückzuhalten, aber Romy stieß sich gegen mich, forderte mehr.

„Komm schon“, keuchte sie. „Gib mir alles.“

Ich tat, was sie verlangte. Hart. Schnell. Finja flüsterte ihr ins Ohr, Worte, die ich nicht ganz verstand, aber der Ton war klar. Dreckig. Verlangend. Romy schrie leise auf, ihr ganzer Körper bebte, und das riss mich mit. Ich kam in ihr, meine Finger in ihre Hüften gegraben, mein Kopf nach hinten geworfen.

Stille. Nur unser Atem. Schwer. Keuchend.

Dann ein Klicken. Ein Summen. Der Fahrstuhl setzte sich wieder in Bewegung.

„Scheiße“, sagte Romy und fing an zu lachen. Hektisch zogen wir uns an, Kleider wurden gegriffen, Knöpfe zugemacht, Haare glattgestrichen. Finja versuchte, ihren Dutt zu richten, gab auf, ließ ihre Haare offen fallen. Sie schaute mich an, ihre Wangen immer noch gerötet.

„Das erzählen wir niemanden“, sagte sie.

„Definitiv nicht“, antwortete ich.

Romy grinste. „Vielleicht sollten wir öfter zusammen feststecken.“

Die Türen öffneten sich im neunten Stock. Ein Wartungstechniker stand dort mit einem Funkgerät in der Hand, schaute uns verwirrt an. „Alles okay bei Ihnen?“

„Alles bestens“, sagte Finja mit fester Stimme. Sie trat hinaus, Romy folgte ihr. Beide drehten sich noch einmal um, und Romy zwinkerte mir zu.

„War nett, dich kennenzulernen, David.“

„Ebenfalls.“

Die Türen schlossen sich. Ich fuhr alleine weiter nach oben, mein Herz noch immer rasend, mein Hemd halb aus der Hose. Als ich im zwölften Stock ausstieg, wusste ich, dass diese Begegnung mein Leben verändert hatte. Nicht groß. Nicht dramatisch. Aber ich würde nie wieder einen Fahrstuhl betreten, ohne an Finja und Romy zu denken. An ihre Zungen. An ihre Hände. An das, was in diesen wenigen Minuten zwischen fünf und sechs passiert war.

Ich war zu spät zum Meeting. Aber ich bereute keine Sekunde.

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