Als Ronan mir die Nachricht schickte, dass er zufällig auch auf der Insel Urlaub machte, hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir uns überhaupt sehen würden. Wir kannten uns flüchtig aus der Unizeit – ein paar gemeinsame Partys, ein paar Drinks, mehr nicht. Jetzt, Jahre später, standen wir uns im Supermarkt gegenüber, beide mit Sonnenmilch und Wasserflaschen in der Hand.
„Das ist echt verrückt“, sagte er und lachte dieses entspannte Lachen, das ich noch von früher kannte. Sein Haar war länger geworden, leicht gewellt vom Salzwasser, und seine Haut schon gebräunt von der Sonne. „Lust auf einen Drink heute Abend?“
Ich nickte, ohne zu überlegen. Warum auch nicht?
Wir trafen uns in einer Bar am Hafen, tranken Wein, redeten über alles und nichts. Die Luft war warm, der Himmel rosa und orange. Irgendwann stellte er seine Hand auf meinen Oberschenkel, ganz beiläufig, als würde es dazugehören. Ich spürte die Wärme durch den dünnen Stoff meines Kleides.
„Kommst du mit zu mir?“, fragte er leise, als die Flasche leer war.
Seine Ferienwohnung lag nur wenige Minuten entfernt, im ersten Stock eines alten Hauses mit Blick aufs Meer. Der Balkon war klein, aber perfekt. Die Tür stand offen, der Wind wehte salzige Luft herein. Im Inneren roch es nach Sonnencreme und frischer Wäsche.

„Setz dich“, sagte er und deutete auf das Sofa. Ich ließ mich in die weichen Kissen fallen, während er zwei Gläser Wasser holte. Er stellte sie ab, setzte sich neben mich – näher als vorher. Seine Hand wanderte wieder auf mein Bein, diesmal höher. Mein Puls beschleunigte sich.
„Ich hab über dich nachgedacht“, sagte er, und seine Stimme hatte sich verändert. Tiefer. Ruhiger. „Schon damals.“
„Ach ja?“ Meine Stimme klang dünner als gewollt.
„Ja.“ Er beugte sich vor, sein Atem streifte meine Wange. „Ich hatte mir ausgemalt, wie es wäre, wenn du tust, was ich sage.“
Die Worte trafen mich unerwartet, und ich spürte, wie sich etwas in mir zusammenzog. Nicht unangenehm. Im Gegenteil. Ich schluckte.
„Und wenn ich nicht will?“
Er lächelte, fast unmerklich. „Dann gehst du jetzt.“
Ich blieb sitzen.
„Gut.“ Seine Hand glitt höher, bis unter den Saum meines Kleides. „Dann hör mir zu. Steh auf.“
Ich gehorchte, ohne nachzudenken. Meine Knie zitterten leicht. Er lehnte sich zurück, musterte mich mit einem Blick, der mich völlig entblößt erscheinen ließ, obwohl ich noch komplett angezogen war.
„Zieh das Kleid aus. Langsam.“
Meine Finger zitterten, als ich die Träger über meine Schultern schob. Der Stoff glitt nach unten, poolte sich um meine Füße. Ich stand vor ihm in Unterwäsche – einfach, weiß, nichts Besonderes. Aber die Art, wie er mich ansah, ließ mich fühlen, als wäre ich in etwas Unglaublichem.
„Die Arme hinter den Rücken.“
Ich tat es. Meine Schultern spannten sich, meine Brüste wurden nach vorne gedrückt. Er stand auf, ging langsam um mich herum, berührte mich nicht. Nur sein Blick wanderte über meinen Körper.
„Weißt du, was du jetzt bist?“, flüsterte er mir ins Ohr. „Du gehörst mir. Für heute Nacht.“
Ein Schauer durchlief mich, und ich biss mir auf die Lippe. Es war ähnlich wie in jener Geschichte mit den Befehlen in der Hotelsuite, von der mir eine Freundin mal erzählt hatte – nur war ich jetzt mittendrin.
„Knie dich hin.“
Ich sank auf den Boden, die Knie auf dem kühlen Fliesen. Ronan setzte sich wieder auf das Sofa, direkt vor mir. Seine Hand legte sich auf meinen Kopf, streichelte mein Haar.
„Gut“, murmelte er. „So ist es richtig.“
Seine Finger glitten durch meine Haare, packten zu, nicht schmerzhaft, aber bestimmt. Er zog meinen Kopf nach hinten, sodass ich ihn ansehen musste.
„Jetzt hol die Sonnencreme.“
Ich brauchte einen Moment, um zu verstehen. Dann sah ich die Flasche auf dem Tisch. Ich krabbelte hin, holte sie, kam zurück. Er nahm sie mir aus der Hand, öffnete sie, goss etwas auf seine Handfläche.
„Steh auf. Dreh dich um.“
Ich gehorchte. Seine Hände legten sich auf meine Schultern, verteilten die Creme. Langsam, fast meditativ. Über meinen Rücken, meine Seiten. Dann öffnete er meinen BH mit einem einzigen, geübten Griff. Ich hielt die Luft an, als er die Träger nach unten schob, den Stoff fallen ließ.
Seine Hände wanderten nach vorne, umfassten meine Brüste. Die Sonnencreme war kühl, seine Berührung fest. Er massierte, knetete, ließ seine Daumen über meine Brustwarzen gleiten, bis sie hart waren.

„Gefällt dir das?“, fragte er leise.
„Ja“, hauchte ich.
„Was gefällt dir?“
„Dass du… dass du bestimmst.“
„Genau.“ Seine Hände wanderten tiefer, über meinen Bauch, unter den Bund meines Slips. Er schob ihn nach unten, langsam, bis er zu Boden fiel. „Und jetzt beug dich vor. Stütz dich auf dem Tisch ab.“
Ich tat es, mein Herz hämmerte. Ich war völlig nackt, völlig ausgeliefert. Seine Hände glitten über meinen Po, verteilten mehr Creme, massierten. Dann spreizte er meine Beine auseinander.
„Bleib genau so.“
Ich hörte, wie er sich hinter mir bewegte, seine Kleidung ablegte. Dann spürte ich seine Hände wieder, seine Finger, die zwischen meinen Beinen nach oben wanderten. Er streichelte mich, langsam, prüfend. Ich war schon feucht.
„So brav“, murmelte er. „So bereit.“
Ein Finger glitt in mich, dann zwei. Ich stöhnte auf, presste mich gegen seine Hand. Er bewegte sich langsam, gezielt, fand genau die Stelle, die mich erzittern ließ.
„Nicht kommen“, sagte er scharf. „Noch nicht.“
Ich biss die Zähne zusammen, versuchte mich zu beherrschen. Aber es war fast unmöglich, mit der Art, wie er mich berührte. Seine andere Hand legte sich auf meinen Rücken, drückte mich nach unten, bis meine Brust den Tisch berührte.
„Ich will, dass du dich erinnerst, wer hier das Sagen hat“, sagte er, und dann zog er seine Finger zurück. Ich hörte das Rascheln von Folie, dann spürte ich ihn – die Spitze seines Schwanz, der gegen mich drückte.
Er nahm mich langsam, zentimeterweise, bis er ganz in mir war. Ich keuchte, meine Finger krallten sich in die Tischkante. Er hielt inne, ließ mir Zeit, mich an ihn zu gewöhnen.
„Wie fühlt sich das an?“, fragte er.
„Voll“, presste ich hervor. „Ich fühle mich… voll.“
„Gut.“ Er zog sich zurück, stieß wieder zu, härter diesmal. „Denn das hier gehört mir. Verstanden?“
„Ja“, keuchte ich.
Er fand einen Rhythmus, fest und gleichmäßig, seine Hände hielten meine Hüften. Das Klatschen unserer Körper erfüllte den Raum, mischte sich mit meinem Stöhnen und seinem Atem. Es war intensiv, fast zu viel, und doch wollte ich mehr.
Seine Hand glitt nach vorne, fand meinen Kitzler. Er rieb, kreiste, im Takt seiner Stöße. Ich spürte, wie die Spannung in mir wuchs, sich aufbaute, bis ich kurz davor war zu explodieren.
„Bitte“, stöhnte ich. „Bitte, ich—“
„Noch nicht“, sagte er, aber seine Stimme war angespannt. Er war nah dran, das hörte ich.
Dann, plötzlich, zog er sich aus mir zurück. Ich wollte protestieren, aber er drehte mich herum, hob mich auf den Tisch. Meine Beine schlangen sich um seine Hüfte, als er wieder in mich eindrang. Jetzt konnte ich sein Gesicht sehen, die Konzentration, die Lust.
Er küsste mich, hart und fordernd, während er sich in mir bewegte. Seine Hand legte sich um meinen Hals, nicht würgend, nur besitzergreifend. Ich spürte seinen Daumen auf meiner Kehle, den Puls darunter.
„Jetzt“, knurrte er. „Komm jetzt.“
Und ich tat es. Der Orgasmus traf mich wie eine Welle, riss mich mit, ließ mich erzittern und stöhnen. Ich klammerte mich an ihn, während alles um mich herum verschwamm. Sekunden später spürte ich, wie er sich versteifte, seinen eigenen Höhepunkt fand.
Wir blieben so, ineinander verschlungen, beide atmend, beide verschwitzt. Langsam kam ich wieder zu mir. Die Luft roch nach uns, nach Sonnencreme und Sex.
Er zog sich zurück, half mir vom Tisch. Meine Beine waren weich, ich konnte kaum stehen. Er führte mich zum Sofa, legte eine Decke über mich.
„Bleib heute Nacht“, sagte er leise.
Ich nickte, zu erschöpft, um zu widersprechen. Er legte sich neben mich, zog mich an sich. Seine Hand streichelte mein Haar, beruhigend jetzt, ganz anders als vorher.
„Das war…“, begann ich, aber mir fehlten die Worte.
„Ich weiß“, murmelte er. „Für mich auch.“
Draußen rauschte das Meer, die Wellen schlugen gegen die Felsen. Ich schloss die Augen, spürte seine Wärme, seinen Atem an meinem Nacken. Morgen würden wir vielleicht darüber reden müssen, was das alles bedeutete. Ob es mehr war als nur eine Nacht. Aber jetzt, in diesem Moment, war es genug.
Mehr als genug.
In den Tagen danach trafen wir uns wieder. Nicht jeden Tag, aber oft genug, dass ich merkte: Das hier war kein Zufall mehr. Er brachte mich an Orte, die ich nie erkundet hätte – versteckte Buchten, kleine Bars abseits der Touristenpfade. Und jedes Mal, wenn wir allein waren, übernahm er die Kontrolle. Manchmal sanft, manchmal fordernd. Es war wie ein Spiel, bei dem wir beide die Regeln kannten, ohne sie je ausgesprochen zu haben.
Einmal, nach einem Tag am verlassenen Strand, nahm er mich direkt auf dem Balkon seiner Wohnung. Die Nachbarn hätten uns sehen können, aber das machte es nur intensiver. Seine Hand presste meinen Mund zu, dämpfte mein Stöhnen, während er mich von hinten nahm. Es war roh, fast brutal, und ich liebte jede Sekunde davon.
Ein anderes Mal band er meine Handgelenke mit dem Gürtel seines Bademantels zusammen, während ich auf dem Bett lag. Er nahm sich Zeit, erkundete jeden Zentimeter meines Körpers mit seinen Händen, seinem Mund, seiner Zunge. Ich wand mich unter ihm, flehte ihn an, aber er ließ mich warten, bis ich fast wahnsinnig wurde vor Verlangen. Als er mich endlich erlöste, war der Orgasmus so intensiv, dass ich dachte, ich würde ohnmächtig werden.
Die Art, wie er mich kontrollierte, war anders als alles, was ich je erlebt hatte. Es ging nicht nur um Sex. Es ging um Vertrauen, um Hingabe. Ich gab ihm die Macht, und er nahm sie mit einer Selbstverständlichkeit, die mich gleichzeitig erschreckte und faszinierte. Es war wie in den Geschichten über BDSM, die ich manchmal heimlich gelesen hatte – nur dass es real war, greifbar, echt.
Am vorletzten Abend saßen wir auf seinem Balkon, tranken Wein und schauten auf das dunkle Meer. Die Luft war warm, der Himmel voller Sterne. Ich lehnte mich an seine Schulter, spürte sein Herz schlagen.

„Was passiert, wenn wir zurück sind?“, fragte ich leise.
Er schwieg eine Weile. Dann drehte er meinen Kopf zu sich, küsste mich sanft.
„Das entscheidest du“, sagte er. „Ich will das hier. Aber nur, wenn du es auch willst.“
Ich sah ihn an, in seine dunklen Augen, die im schwachen Licht glänzten. Und ich wusste: Ich wollte es. Nicht nur für ein paar Tage im Urlaub. Sondern wirklich.
„Ja“, flüsterte ich. „Ich will.“
Er lächelte, zog mich näher. Und in diesem Moment, mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund und seiner Wärme um mich herum, wusste ich: Das hier war erst der Anfang.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.