Das Seil hatte ich eigentlich für den Baum mitgebracht. Ehrlich. Einen abgestorbenen Ast absägen, den ich seit Wochen vom Garten meiner Nachbarin Ronja runternehmen wollte. Aber als ich sie an diesem Oktobernachmittag im Wald am Rande unserer Siedlung stehen sah – zwischen den Laubhaufen, die wie ein goldener Teppich den Boden deckten – wusste ich, dass dieser Tag anders verlaufen würde.
„Finn!“ Ihre Stimme klang überrascht. Sie trug eine enge Jeans und einen dunkelgrünen Pullover, der ihre Figur betonte. Das kupferfarbene Haar hatte sie zu einem lockeren Zopf gebunden. In der Hand hielt sie einen Rechen. „Was machst du denn hier?“
„Könnte ich dich das Gleiche fragen“, sagte ich und hob das Seil, das ich über der Schulter trug. „Dachte, ich kümmere mich endlich um den Ast bei dir.“
Sie lachte. „Mitten im Wald?“
„Okay, erwischt. Ich wollte spazieren. Kopf freibekommen.“ Das stimmte sogar halbwegs. Die letzten Wochen waren stressig gewesen. Seit sie vor einem halben Jahr eingezogen war, gab es zwischen uns diese Spannung. Blicke, die eine Sekunde zu lang dauerten. Berührungen, die zufällig wirkten, aber nicht zufällig waren.
„Ich sammle Laub für den Kompost“, sagte sie. „Aber ehrlich gesagt ist es eher eine Ausrede. Hier draußen ist es so schön.“ Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Und ruhig.“
Ich trat näher. Das Rascheln unter meinen Stiefeln hallte in der Stille. Der Wald roch nach feuchter Erde und Pilzen. „Zu ruhig?“
„Kommt drauf an.“ Ihre Augen – grün wie Moos – fixierten mich. „Mit wem man hier ist.“

Mein Herz hämmerte. „Ronja…“
„Du hast ein Seil dabei“, unterbrach sie mich. Ihre Stimme war plötzlich leiser, aber fester. „Das ist interessant.“
„Interessant?“
Sie ließ den Rechen fallen. Kam näher. So nah, dass ich ihren Atem spürte. „Ich habe nachgedacht, Finn. Über uns. Über das, was zwischen uns ist. Und weißt du, was ich herausgefunden habe?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Dass ich es satt habe zu warten.“ Ihre Hand legte sich auf meine Brust. „Dass ich wissen will, ob du nur redest oder auch handelst.“
„Was meinst du?“
„Du weißt genau, was ich meine.“ Sie griff nach dem Seil, zog es langsam von meiner Schulter. „Ich habe gesehen, wie du mich anschaust. Als würdest du dir Dinge vorstellen. Dinge, die man nicht im Supermarkt macht.“
Meine Kehle war trocken. „Ronja…“
„Zeig mir, was du dir vorgestellt hast.“ Sie drückte mir das Seil in die Hände. „Hier. Jetzt. Niemand kommt hier vorbei.“

Das war verrückt. Wir standen mitten im Wald. Es war zwar abgelegen, aber nicht völlig einsam. Trotzdem – oder gerade deshalb – spürte ich, wie mein Puls sich beschleunigte. Das hier war kein Spiel mehr. Das war real. Diese Art von Intensität hatte ich lange nicht mehr erlebt.
„Du bist sicher?“ Meine Stimme klang rau.
„Ich wäre nicht hier, wenn ich es nicht wäre.“ Sie drehte sich um, verschränkte die Hände auf dem Rücken. „Also?“
Ich schluckte. Dann handelte ich. Das Seil glitt durch meine Finger, während ich ihre Handgelenke umwickelte. Nicht zu fest, aber fest genug. Die Knoten saßen sicher – ich hatte früher geklettert, wusste, wie man das machte. Ronja testete den Halt, zog leicht daran, und ein leises Stöhnen entwich ihr.
„Gut“, flüsterte sie.
Ich zog sie näher, meine Lippen an ihrem Ohr. „Du sagst Bescheid, wenn es zu viel wird.“
„Versprochen.“
Ich drehte sie zu mir, sah ihr in die Augen. Dann küsste ich sie. Hart. Fordernd. Ihre Lippen öffneten sich, unsere Zungen fanden sich, und die Welt um uns herum verschwand. Es gab nur noch den Herbstwald, das Rascheln des Laubs, das Pochen meines Blutes.

Meine Hände glitten unter ihren Pullover. Ihre Haut war warm, weich. Sie bog sich mir entgegen, drückte sich an mich. „Mehr“, murmelte sie gegen meinen Mund.
Ich schob den Pullover hoch, küsste ihren Hals, ihre Schultern. Sie keuchte, zog an dem Seil, aber es gab nicht nach. Das machte sie nur noch wilder. „Finn… bitte…“
„Was brauchst du?“ Ich biss sanft in ihre Unterlippe.
„Dich. Alles. Jetzt.“
Ich drehte sie wieder um, drückte sie sanft gegen einen Baum. Der raue Stamm kratzte leicht an ihrer Wange, aber sie schien es zu mögen. Meine Hände öffneten den Knopf ihrer Jeans, schoben sie hinunter. Sie trug schwarze Spitze darunter. Ich strich darüber, spürte die Feuchtigkeit.
„Schon so nass?“ Meine Stimme war dunkel.
„Seit Wochen.“ Sie lachte atemlos. „Jedes Mal, wenn ich dich sehe.“
Das machte etwas mit mir. Ich zog ihre Unterwäsche zur Seite, strich mit den Fingern durch ihre Nässe. Sie stöhnte laut auf, das Echo verlor sich zwischen den Bäumen. Niemand würde uns hören. Oder vielleicht doch. Der Gedanke an die Gefahr machte alles nur noch intensiver.
„Finn, bitte…“ Ihre Stimme war ein Flehen.
Ich öffnete meine Hose, positionierte mich hinter ihr. „Sicher?“
„Ja. Verdammt, ja.“
Ich drang in sie ein, langsam zuerst, genoss jeden Zentimeter. Sie war eng, heiß, perfekt. Ein Schrei entwich ihr, laut und ungezügelt. Ich legte eine Hand auf ihren Mund.
„Leise“, flüsterte ich, obwohl ich es selbst nicht glaubte. „Oder willst du, dass jemand uns hört?“
Sie biss in meine Handfläche, nicht fest, aber deutlich. Ihre Antwort. Ich begann mich zu bewegen, langsam zuerst, dann härter. Das Seil an ihren Handgelenken spannte sich bei jedem Stoß, ihre Finger krallten sich in die Luft.
„Mehr“, murmelte sie gegen meine Hand. „Härter.“
Ich gab ihr, was sie wollte. Meine andere Hand fand ihren Klit, rieb Kreise, während ich in sie stieß. Ihr Körper bebte, Wellen der Lust durchliefen sie. Das Laub unter unseren Füßen raschelte rhythmisch.

„Ich komme gleich“, keuchte sie. „Finn… ich…“
„Dann komm.“ Ich biss in ihren Nacken, nicht zu fest, aber fest genug, um ein Zeichen zu hinterlassen. „Komm für mich.“
Sie schrie – in meine Hand, gedämpft, aber voller Lust. Ihr Körper zuckte, Wellen durchliefen sie, und ich spürte, wie sie um mich pulsierte. Das riss mich mit. Mit einem letzten tiefen Stoß kam ich, explodierte in ihr, während die Welt verschwamm.
Wir blieben so stehen, beide keuchend, mein Körper an ihren gepresst. Langsam löste ich das Seil, massierte sanft ihre Handgelenke. Sie drehte sich um, küsste mich sanft.
„Das war…“ Sie lachte atemlos. „Genau das, was ich brauchte.“
„Ich auch.“ Ich strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. „Schon lange.“
Wir zogen uns wieder an, halb lachend, halb verlegen. Die Realität kehrte zurück – der Wald, die Kälte, die Tatsache, dass wir gerade mitten im Wald gevögelt hatten. Outdoor-Sex hatte definitiv seinen Reiz, aber auch seine Tücken.
„Dein Ast wartet immer noch“, sagte sie grinsend.
„Fuck den Ast.“ Ich küsste sie nochmal. „Der kann warten.“
„Aber ich nicht.“ Ihre Hand glitt an meiner Brust hinunter. „Nicht mehr. Ich will mehr davon. Und nächstes Mal nicht hier draußen.“
„Nächstes Mal?“ Ich hob eine Augenbraue.
„Denkst du, das war’s?“ Sie lachte, sammelte ihren Rechen auf. „Finn, das war erst der Anfang. Was wir beide wollen, braucht mehr als einen schnellen Fick im Wald.“
Sie hatte recht. Ich spürte es. Das hier war nicht nur Sex gewesen. Das war etwas Tieferes, Dunkleres. Etwas, das wir beide lange gesucht hatten.
„Komm heute Abend vorbei“, sagte ich. „Zu mir.“
„Nur wenn du das Seil mitbringst.“ Ihr Grinsen war schelmisch. „Und vielleicht noch ein paar andere Dinge.“

„Deal.“
Wir gingen getrennt zurück – erst sie, dann ich. Vorsichtshalber. Aber als ich später auf meiner Terrasse stand und zu ihrem Haus hinübersah, stand sie am Fenster. Sie winkte. Ich winkte zurück.
Das Seil lag auf meinem Küchentisch. Ich würde es heute Abend brauchen. Und morgen. Und übermorgen. Nachbarschaft hatte plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen.
Mein Handy vibrierte. Eine Nachricht von ihr: „20 Uhr. Sei bereit. Und Finn? Bring mehr als nur das Seil mit.“
Ich grinste. Oh, ich würde bereit sein. Mehr als bereit.
Der Herbstwald hatte uns etwas geschenkt. Etwas, das wir beide lange vermisst hatten. Und ich hatte vor, jede Sekunde davon auszukosten.
Wenn dir dieses Thema gefällt, findest du mehr in unserer Kategorie BDSM.
Entdecke weitere Sexgeschichten aus den beliebten Kategorien BDSM, Sexgeschichten, Versaute Sexgeschichten, Sexgeschichten Leseproben!
Möchtest Du selbst eine erotische Sexgeschichte erleben? Auf Poppen.de findest Du Sextreffen und Sex Dates mit den Menschen, die das Gleiche suchen wie Du. Schaue Dich auf der Webseite um und finde guten Sex in Deiner Nähe:





Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.