Ich hatte Marian eigentlich nur vom Flur her gekannt. Knappe Grüße beim Vorbeigehen, mal ein Nicken an der Briefkastenreihe. Sie wohnte drei Türen weiter, allein, und ich wusste nicht viel mehr über sie, als dass sie morgens immer schon um sechs aus dem Haus war und abends oft erst spät zurückkam. Mitte vierzig schätzte ich sie, dunkle Haare, die sie meist hochgesteckt trug, und eine Art sich zu bewegen, die immer etwas Bestimmtes hatte. Als wüsste sie genau, wohin sie wollte.
Bis zu jenem Donnerstag im September.
Ich war nach Feierabend noch mal zurück ins Büro gefahren, um ein paar Unterlagen zu holen, die ich am Wochenende durchgehen musste. Das Gebäude war fast leer, nur noch das Summen der Klimaanlage und irgendwo weiter unten eine Putzmaschine. Mein Büro lag im fünften Stock, und als ich aus dem Aufzug trat, sah ich Licht in einem der Konferenzräume am Ende des Gangs.
Ich wollte eigentlich einfach nur meine Sachen holen und verschwinden. Aber dann hörte ich ihre Stimme.
„Verdammt.“
Leise, aber deutlich genervt.
Ich blieb stehen, zögerte. Dann ging ich den Flur entlang, die Schritte gedämpft auf dem Teppichboden. Die Tür zum Konferenzraum stand einen Spalt offen, und als ich hineinspähte, sah ich Marian.
Sie stand am großen Glastisch, über einen Stapel Aktenordner gebeugt, die Haare fielen ihr ins Gesicht. Sie hatte die Jacke ihres Kostüms abgelegt, trug nur noch die weiße Bluse, die an den Schultern ein bisschen durchscheinend war. Ihre Absätze lagen neben dem Tisch auf dem Boden, und sie stand barfuß da, die Strumpfhose dunkel schimmernd.

„Brauchst du Hilfe?“, fragte ich und klopfte leicht an die Tür.
Sie fuhr herum, die Augen weit. Dann entspannte sie sich, ein müdes Lächeln. „Oh. Du bist aus dem vierten Stock, oder?“
„Fünfter. Aber ja. Ich wohne auch in deinem Haus.“
„Richtig.“ Sie strich sich die Haare aus der Stirn. „Ich bin Marian. Und ja, ich könnte tatsächlich Hilfe gebrauchen. Ich muss diese scheiß Verträge sortieren, und die sind alle durcheinandergeraten.“
Ich trat ein. „Kein Problem. Ich bin Damian.“
Wir arbeiteten eine Weile schweigend nebeneinander, sortierten Papiere, verglichen Jahreszahlen und Unterschriften. Sie roch nach etwas Herbem, Zitronen vielleicht, gemischt mit einem Hauch Schweiß. Es war warm im Raum, die Klimaanlage lief hier nicht mehr.
„Danke“, sagte sie irgendwann. „Ich hab gedacht, ich schaff das nie allein.“
„Wieso machst du das überhaupt noch so spät?“
Sie zuckte mit den Schultern. „Weil mein Chef ein Arschloch ist und das bis morgen früh will.“
Ich musste lachen. Sie grinste zurück, und zum ersten Mal sah ich etwas Weiches in ihrem Gesicht.
„Du siehst müde aus“, sagte ich.
„Bin ich auch.“
Sie lehnte sich gegen den Tisch, verschränkte die Arme. Ihr Blick ruhte auf mir, prüfend, als würde sie gerade etwas abwägen.
„Du bist nett“, sagte sie dann.
„Danke?“
„Das war kein Kompliment.“ Sie lächelte, aber es lag etwas Herausforderndes darin. „Oder vielleicht doch. Ich weiß noch nicht.“
Ich spürte, wie sich die Luft im Raum veränderte. Etwas Elektrisches, Unausgesprochenes.
„Marian—“
„Bleib noch“, unterbrach sie mich. Ihre Stimme war leiser jetzt, aber fester. „Nur noch ein bisschen.“
Ich nickte.
Sie kam näher, stand plötzlich direkt vor mir. Ich konnte die kleinen goldenen Flecken in ihren Augen sehen, die Art, wie ihre Lippen leicht geöffnet waren.

„Du weißt, was ich will, oder?“, flüsterte sie.
Mein Herz hämmerte. „Ich glaube schon.“
„Gut.“ Sie legte eine Hand auf meine Brust, schob mich sanft rückwärts, bis ich gegen die Wand stieß. „Dann tu, was ich dir sage.“
Es war kein Vorschlag. Es war ein Befehl.
Und ich gehorchte.
Ihre Lippen trafen auf meine, hart und fordernd. Sie schmeckte nach Kaffee und etwas Bitterem, und ihre Zunge drängte sich in meinen Mund, als gehörte er ihr. Ich versuchte, die Arme um sie zu legen, aber sie packte meine Handgelenke und drückte sie gegen die Wand.
„Nicht anfassen“, zischte sie. „Nicht, bis ich es dir erlaube.“
Ihre Hände wanderten über meinen Körper, öffneten mein Hemd, Knopf für Knopf, langsam, fast schmerzhaft langsam. Ihre Fingernägel kratzten leicht über meine Haut, und ich stöhnte unwillkürlich auf.
„Gefällt dir das?“, fragte sie, und ihre Stimme triefte vor Spott.
„Ja.“
„Ja, was?“
Ich schluckte. „Ja, Marian.“
„Braver Junge.“
Sie ließ meine Handgelenke los, trat einen Schritt zurück. Dann begann sie, ihre Bluse aufzuknöpfen, einen nach dem anderen, ohne den Blick von mir zu nehmen. Darunter trug sie einen schwarzen BH, durchscheinend, die Brustwarzen dunkel und hart darunter.

„Zieh dich aus“, befahl sie.
Ich tat es, hastig, stolperte fast über meine eigenen Hose. Sie lachte leise, amüsiert.
„Auf den Tisch.“
Ich setzte mich auf die Kante des großen Konferenztisches, das Holz kühl unter meiner Haut. Sie kam näher, schob sich zwischen meine Beine, ihre Hände auf meinen Oberschenkeln. Sie war jetzt so nah, dass ich ihren Atem auf meiner Haut spüren konnte.
Ihre Hand schloss sich um mich, fest, bestimmt. Ich keuchte auf.
„Still“, sagte sie.
Sie bewegte ihre Hand langsam, fast zu langsam, und ich spürte, wie die Erregung in mir aufstieg, heiß und drängend. Ich wollte mehr, wollte sie überall spüren, aber ich wagte nicht, mich zu bewegen.
Dann ließ sie mich los, und bevor ich protestieren konnte, kniete sie sich vor mich hin. Ihr Mund war heiß und feucht, und ich musste mich mit beiden Händen am Tischrand festhalten, um nicht laut aufzuschreien. Sie nahm mich tief, ihre Zunge wirbelte um mich herum, und ich spürte, wie ich die Kontrolle verlor.
„Marian—“
Sie hörte auf, sah zu mir hoch. Ihre Lippen glänzten. „Noch nicht“, sagte sie. „Ich bin noch nicht fertig mit dir.“
Sie stand auf, streifte ihre Strumpfhose ab, dann den Rock. Kein Höschen. Nur nackte Haut, glatt und einladend. Sie kletterte auf den Tisch, kniete sich über mich, und ich konnte ihre Hitze spüren, so nah und doch nicht nah genug.
„Bitte“, flüsterte ich.
„Bitte was?“
„Bitte, lass mich—“
„Nein.“ Sie lächelte, grausam. „Du bekommst, was ich dir gebe. Nicht mehr.“
Sie senkte sich langsam auf mich herab, Zentimeter für Zentimeter, und ich spürte, wie sie mich umschloss, heiß und eng. Ein Stöhnen entfuhr mir, und sie legte mir eine Hand auf den Mund.
„Leise“, warnte sie.
Sie bewegte sich, langsam zuerst, dann schneller, ihre Hüften kreisten, und ich konnte nur noch fühlen, nichts mehr denken. Ihre Brüste wippten vor meinem Gesicht, und ich beugte mich vor, nahm eine Brustwarze in den Mund, saugte daran.
„Ja“, keuchte sie. „Genau so.“
Ihre Bewegungen wurden härter, fordernder, und ich spürte, wie sie sich um mich herum zusammenzog, wie ihr Atem schneller wurde. Sie warf den Kopf zurück, die Haare fielen ihr über die Schultern, und sie sah aus wie eine Göttin, mächtig und unnahbar.
„Komm nicht“, befahl sie. „Noch nicht.“
Aber es war zu viel. Ich war zu nah dran. Ich grub meine Finger in ihre Hüften, hielt sie fest, und sie keuchte auf, überrascht.
„Ich—“
„Jetzt“, zischte sie. „Jetzt darfst du.“
Ich kam mit einem Schrei, den ich nur mühsam unterdrücken konnte, und sie folgte mir, ihr Körper zuckte, ihre Nägel gruben sich in meine Schultern. Wir hielten uns aneinander fest, zwei fremde Menschen in einem leeren Büro, und für einen Moment verschwamm alles.
Danach saßen wir nebeneinander auf dem Tisch, noch immer nackt, die Luft schwer von Schweiß und Sex. Sie zündete sich eine Zigarette an, die sie irgendwo aus ihrer Tasche geholt hatte, und blies den Rauch zur Decke.
„Das bleibt unter uns“, sagte sie, ohne mich anzusehen.
„Natürlich.“
„Ich meine es ernst, Damian. Niemand darf das wissen.“
„Ich verstehe.“
Sie sah mich an, eine Weile lang, dann nickte sie. „Gut.“
Wir zogen uns schweigend an, sammelten die verstreuten Kleidungsstücke ein. Als wir fertig waren, sah sie mich noch einmal an, und es lag etwas Weiches in ihrem Blick, etwas Verletzliches.
„Danke“, sagte sie leise. „Für die Hilfe. Mit den Akten.“
Ich lächelte. „Gern geschehen.“
Sie ging zur Tür, blieb dort stehen, drehte sich noch einmal um. „Vielleicht sehen wir uns wieder. Im Flur.“
„Vielleicht.“
Aber wir beide wussten, dass es nicht dabei bleiben würde. Dass es eine Art von Nachbarschaft war, die sich für immer verändert hatte.
In den folgenden Wochen sahen wir uns öfter. Nicht im Flur. Im Büro. Immer spät abends, wenn niemand mehr da war. Sie schrieb mir Nachrichten, kurz und knapp: „Konferenzraum 3. 22 Uhr.“ Und ich kam. Jedes Mal.
Sie hatte diese Art, die Kontrolle zu übernehmen, die mich verrückt machte. Manchmal fesselte sie meine Hände mit meiner eigenen Krawatte, manchmal befahl sie mir, mich nicht zu bewegen, während sie mich berührte, langsam, quälend langsam. Einmal ließ sie mich auf den Knien vor ihr liegen, während sie telefonierte, und ich musste still sein, ganz still, während ich sie mit der Zunge verwöhnte.
Es war wie eine Droge. Ich konnte nicht aufhören.
Und dann, eines Abends, war sie anders. Weicher. Sie küsste mich, bevor sie etwas sagte, und es fühlte sich an wie ein Geständnis.
„Ich kann nicht mehr“, flüsterte sie.
„Was meinst du?“
„Das hier. Ich kann nicht mehr so tun, als wäre es nur Sex.“
Mein Herz setzte einen Schlag aus. „Marian—“
„Sag nichts.“ Sie legte mir einen Finger auf die Lippen. „Ich weiß, was du sagen willst. Dass es kompliziert ist. Dass wir Nachbarn sind. Dass es gefährlich ist.“
„Ist es das nicht?“
„Doch.“ Sie lächelte traurig. „Aber vielleicht ist das ja das Beste daran.“
Sie küsste mich wieder, und diesmal war es anders. Langsamer. Tiefer. Als würde sie mir etwas sagen wollen, das sie nicht aussprechen konnte.

Ich weiß nicht, wohin das führen wird. Vielleicht nirgendwohin. Vielleicht wird es enden, bevor es wirklich begonnen hat. Aber in diesem Moment, in diesem leeren Büro, mit Marian in meinen Armen, war mir das egal.
Manchmal muss man einfach springen. Auch wenn man nicht weiß, wo man landet. Ähnlich wie bei den unerwarteten Begegnungen, die das Leben manchmal für einen bereithält. Oder wie jene Fahrten im Dienstwagen, bei denen man nie weiß, wohin die Straße einen wirklich führt.
Aber vielleicht ist genau das der Reiz. Das Ungewisse. Das Verbotene.
Das Gefühl, lebendig zu sein.
Und Marian? Sie machte mich lebendiger, als ich es je gewesen war.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.