Ich hätte nie gedacht, dass ein Stau auf der Landstraße mein Leben so durcheinanderwirbeln würde. Oder zumindest meinen Nachmittag. Der Regen prasselte so heftig auf die Windschutzscheibe, dass die Scheibenwischer kaum hinterherkamen. Überall Rücklichter, nichts ging mehr. Ich saß fest.
Neben mir, im silbernen Kleinwagen, bemerkte ich sie. Erst nur aus dem Augenwinkel – eine Frau, vielleicht Anfang dreißig, mit dunkelbraunen Haaren, die ihr offen über die Schultern fielen. Sie tippte auf ihrem Handy herum, genervt wie alle hier. Dann schaute sie hoch. Direkt zu mir rüber.
Unsere Blicke trafen sich. Ich schaute schnell weg, fühlte mich ertappt wie ein Teenager. Aber dann – ich konnte nicht anders – schaute ich wieder hin. Sie lächelte. Nicht schüchtern, nicht kokettierend. Einfach nur amüsiert. Als hätte sie verstanden, dass wir beide hier feststeckten und uns ebenso gut eine Minute lang anstarren konnten.

Sie kurbelte ihr Fenster runter. Ich zögerte kurz, dann tat ich dasselbe. Der Regen spritzte sofort rein.
„Steht schon seit zwanzig Minuten“, rief sie rüber. Ihre Stimme war rau, angenehm. „Und laut Radio wird’s noch dauern.“
„Super“, rief ich zurück. „Und ich hab natürlich keinen Kaffee dabei.“
Sie grinste. „Ich auch nicht. Aber ich hab was anderes.“
Bevor ich fragen konnte, was sie meinte, winkte sie mich zu sich. „Komm rüber. Ist trockener als hier draußen zu brüllen.“
Ich sollte nein sagen. Ich sollte höflich lächeln und mein Fenster wieder hochkurbeln. Aber stattdessen schaltete ich den Motor aus, schnappte mir meine Jacke und sprintete durch den Regen zu ihrem Auto. Sie entriegelte die Beifahrertür, und ich ließ mich tropfnass auf den Sitz fallen.
„Na also“, sagte sie und musterte mich von der Seite. „Ich bin Marlowe.“
„Wie der Detektiv?“
„Genau wie der Detektiv. Meine Eltern waren Noir-Fans.“ Sie hielt mir eine kleine Flasche Whisky hin. „Und du?“
„Fabian“, sagte ich und nahm einen Schluck. Der Whisky brannte angenehm. „Deine Eltern hatten guten Geschmack.“
„Nur beim Namen.“ Sie lehnte sich zurück und nahm selbst einen Schluck. „Sonst eher nicht.“
Wir schwiegen eine Weile. Der Regen trommelte aufs Dach, die Scheiben beschlugen langsam. Es war eng hier drin, ihre Nähe spürbar. Sie roch nach etwas Blumigem, vermischt mit Regen und Leder.
„Du starrst schon wieder“, sagte sie leise, ohne mich anzusehen.
„Tut mir leid.“
„Muss es nicht.“ Sie drehte den Kopf zu mir. Ihre Augen waren grau, fast durchsichtig im dämmrigen Licht. „Ich hab dich auch die ganze Zeit angeschaut.“

Mein Herz schlug schneller. Das hier hatte etwas Surreales, Unwirkliches. Wie in einem Traum, in dem die normalen Regeln nicht galten. Situationen im Auto hatten für mich bisher immer nur bedeutet: Stau, Langeweile, Radio. Nichts davon.
„Warum?“, fragte ich.
„Weil du interessant aussiehst. Und weil ich mich langweile.“ Sie beugte sich vor, ihre Finger spielten mit dem Verschluss der Whisky-Flasche. „Und weil ich manchmal Dinge tue, die ich eigentlich nicht tun sollte.“
„Was für Dinge?“
Statt zu antworten, rutschte sie näher. Ihre Hand lag plötzlich auf meinem Oberschenkel. Nicht fordernd, nur da. Warm durch den nassen Stoff meiner Jeans.
„Fremde Männer in mein Auto einladen“, flüsterte sie. „Und sie fragen, ob sie Lust haben, die Zeit totzuschlagen.“
Ich hätte lachen können. Hätte es als Witz abtun können. Aber die Art, wie sie mich ansah – hungrig, neugierig, ein bisschen gefährlich – ließ keinen Zweifel. Sie meinte es ernst.
„Wie… genau?“, hörte ich mich fragen.
„Lass dich überraschen.“ Ihre Hand wanderte höher, langsam, spielerisch. Ich spürte, wie mein Körper reagierte, wie jede Faser in mir wacher wurde. Die Enge des Autos, die beschlagenen Scheiben, der Regen – alles verstärkte die Intensität dieser Situation.
Ich legte meine Hand auf ihre, hielt sie fest. „Du weißt gar nichts über mich.“
„Macht es doch gerade spannend.“ Sie lächelte, beugte sich vor, ihre Lippen nur Zentimeter von meinen entfernt. „Oder willst du wieder aussteigen?“
Ich wollte nicht aussteigen. Ich wollte alles andere.
Als unsere Lippen sich trafen, war es, als würde etwas in mir explodieren. Sie schmeckte nach Whisky und Regen, ihre Zunge fordernd, gierig. Keine Schüchternheit, keine Zurückhaltung. Ihre Hände waren überall – in meinen Haaren, an meinem Hals, unter meinem Shirt. Ich zog sie zu mir, wollte sie näher, mehr.

„Hinten“, keuchte sie zwischen Küssen. „Mehr Platz.“
Wir kletterten über die Rückenlehne, unbeholfen, lachend, als wären wir Teenager auf einem heimlichen Date. Die Rückbank war eng, aber es reichte. Sie setzte sich rittlings auf mich, ihre Hände öffneten bereits meine Jeans. Ihre Augen funkelten.
„Du bist mutig“, flüsterte ich.
„Ich bin gelangweilt“, korrigierte sie. „Und du bist verfügbar.“
Ihre Worte sollten kalt klingen, aber die Art, wie sie mich ansah, sagte etwas anderes. Sie wollte das hier genauso sehr wie ich. Vielleicht mehr.
Ich schob ihr Kleid hoch, meine Hände glitten über ihre Oberschenkel, glatt und warm. Sie trug Spitzenunterwäsche, schwarz, fast durchsichtig. Meine Finger fanden den Weg darunter, und sie stöhnte leise, ihr Kopf fiel nach hinten.
„Fuck“, hauchte sie. „Mach weiter.“
Ich gehorchte, meine Finger massierten sie, langsam erst, dann schneller. Sie bewegte sich gegen meine Hand, ihre Hüften kreisten rhythmisch. Die Scheiben waren komplett beschlagen jetzt, niemand konnte reinsehen. Wir waren allein in unserer kleinen Welt.
„Ich will dich“, keuchte sie und zog meinen Schwanz aus der Hose. Keine Umschweife, keine falschen Spielchen. Sie griff nach ihrer Handtasche, kramte ein Kondom heraus, riss die Verpackung auf. Ihre Hände zitterten leicht, als sie es überrollte.
Dann senkte sie sich auf mich. Langsam, Zentimeter für Zentimeter. Ihre Augen schlossen sich, ihr Mund öffnete sich zu einem stillen Oh. Ich hielt ihre Hüften fest, spürte, wie sie mich umschloss, heiß und eng.
„Gott“, stöhnte ich.
„Marlowe reicht“, keuchte sie und begann sich zu bewegen.
Es war intensiv, roh, ungezügelt. Sie ritt mich hart, ihre Hände stützten sich an der beschlagenen Scheibe ab. Der Regen prasselte weiter, das Auto schaukelte leicht. Irgendwo hupte jemand, aber es war weit weg, unwichtig. Hier zählte nur dieser Moment, diese Frau, die ich vor zehn Minuten nicht mal kannte.

Ich zog sie runter zu mir, küsste sie wieder, tief und fordernd. Meine Hände griffen in ihre Haare, hielten sie fest, während sie sich weiter bewegte, schneller jetzt, verzweifelter. Ihre Brüste drückten sich gegen meine Brust, ich spürte ihren Herzschlag.
„Ich komme gleich“, flüsterte sie atemlos.
„Ich auch.“
„Zusammen.“
Es war kein Vorschlag, es war ein Befehl. Und ich gehorchte. Meine Hände umfassten ihre Hüften fester, pressten sie gegen mich, während sie sich auf mich fallen ließ, tief, ganz tief. Ihr Stöhnen wurde lauter, mischte sich mit meinem, und dann – explosionsartig – kamen wir beide.
Sie zitterte in meinen Armen, ihr Gesicht an meiner Schulter vergraben. Ich hielt sie fest, streichelte ihren Rücken, wartete, bis unsere Atmung sich beruhigte.
„Wahnsinn“, murmelte sie schließlich.
„Ja.“
Sie hob den Kopf, sah mich an. Ihre Augen waren weicher jetzt, verletzlicher. „Tut mir leid, wenn ich zu direkt war.“
„Bist du nicht.“
„Ich mach so was sonst nicht.“
„Ich auch nicht.“
Wir lächelten beide. Es war eine Lüge, vielleicht von uns beiden. Oder vielleicht auch nicht. Es spielte keine Rolle.
Draußen setzte sich der Verkehr langsam wieder in Bewegung. Rücklichter flackerten, Motoren starteten. Unsere kleine Blase würde platzen.
„Ich sollte zurück in meinen Wagen“, sagte ich, ohne mich zu bewegen.
„Solltest du.“
Aber sie hielt mich weiter fest, und ich machte keine Anstalten zu gehen. Noch nicht. Nur eine Minute länger. Oder zwei.
„Falls du mal wieder im Stau stehst“, sagte sie schließlich, ihre Stimme verspielt, „schau dich um. Vielleicht bin ich ja in der Nähe.“
„Und dann?“
„Dann winke ich dich wieder rüber.“ Sie küsste mich, sanft diesmal, fast zärtlich. „Und wir vertreiben uns die Zeit.“

Ich stieg schließlich doch aus, zurück in den Regen, zurück in meinen Wagen. Meine Klamotten klebten an mir, aber es war mir egal. Ich startete den Motor, reihte mich in den Verkehr ein. In meinem Rückspiegel sah ich ihren silbernen Kleinwagen, zwei Autos hinter mir.
Wir fuhren eine Weile parallel, dann bog sie an einer Ausfahrt ab. Kein Winken, kein letzter Blick. Sie verschwand einfach, so plötzlich, wie sie aufgetaucht war. Ich wusste weder ihren Nachnamen noch ihre Nummer. Nichts, was mich zu ihr zurückführen könnte.
Und doch – jedes Mal, wenn ich seitdem im Stau stehe, suchen meine Augen die Autos neben mir ab. Vielleicht entdecke ich eines Tages wieder diese grauen Augen, dieses wissende Lächeln. Vielleicht nicht.
Aber die Erinnerung bleibt. An den Regen, an die beschlagenen Scheiben, an eine Fremde namens Marlowe, die mir gezeigt hat, dass manchmal die besten Begegnungen die sind, die man nicht plant. Die unerwartet kommen, intensiv brennen und dann wieder verschwinden – wie ein Gewitter an einem Spätsommernachmittag.
Ich fahre jetzt öfter Landstraßen. Nur für den Fall.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.