Der Nebel lag so dick über dem See, dass ich meinen eigenen Atem erst sah, als er sich mit der feuchten Luft vermischte. Halbtote Stille. Nur das leise Plätschern irgendwo im Wasser und meine Schritte auf dem Holzsteg. Ich hatte nicht vor gehabt, so früh aufzustehen – aber die Hitze im Ferienhaus hatte mich aus dem Bett getrieben. Und jetzt stand ich hier, barfuß, in kurzer Jogginghose und einem ausgeleierten T-Shirt, und wusste nicht, ob ich zurückgehen oder weiterlaufen sollte.
Dann hörte ich sie.
Ein Schnaufen. Rhythmisch. Nicht wie von einem Tier, sondern von jemandem, der gerade aus dem Wasser kam. Ich blieb stehen. Mein Herz schlug schneller. Vor mir teilte sich der Nebel, und eine Gestalt tauchte auf. Eine Frau. Nass, triefend, mit dunklen Haaren, die ihr an Schultern und Rücken klebten. Sie trug einen schwarzen Badeanzug, der ihre Kurven betonte, und sie sah mich an, als hätte sie genau gewusst, dass ich hier stehen würde.
„Morgen“, sagte sie. Ihre Stimme war rau. Tief. Irgendwie vertraut, obwohl ich sie noch nie gehört hatte.
„Morgen“, brachte ich heraus. Mein Mund war trocken.
Sie kam näher, und ich sah das Wasser an ihrem Körper herablaufen. Kleine Rinnsale, die über ihren Hals liefen, zwischen ihre Brüste, über ihren flachen Bauch. Ihre Augen waren dunkel, fast schwarz. Sie fixierten mich, und ich konnte nicht wegsehen.
„Kannst du nicht schlafen?“, fragte sie und blieb direkt vor mir stehen. So nah, dass ich die Kälte des Seewassers auf ihrer Haut spüren konnte.
„Zu warm“, sagte ich. „Und du?“
„Ich mag den Nebel.“ Sie lächelte. „Da draußen fühlt es sich an, als wäre man allein auf der Welt.“
Ich nickte. Wusste nicht, was ich sagen sollte. Mein Blick wanderte über ihren Körper, und ich merkte, dass sie es bemerkte. Aber sie sagte nichts. Sie sah mich nur an, mit diesem Lächeln, das irgendwo zwischen Neugier und Herausforderung lag.

„Willst du schwimmen?“, fragte sie plötzlich.
„Jetzt? Im Nebel?“
„Warum nicht?“
Sie wartete keine Antwort ab. Drehte sich um und ging zurück zum Wasser. Ich stand da wie angewurzelt, sah ihr nach, wie sie ins seichte Wasser trat, dann tiefer ging, bis sie wieder untertauchte. Der Nebel verschluckte sie fast, aber ich konnte ihre Bewegungen noch erahnen.
Und dann – ohne nachzudenken – zog ich mein T-Shirt aus und folgte ihr.
Das Wasser war eiskalt. Ich keuchte, als ich eintauchte, aber gleichzeitig fühlte es sich gut an. Klärend. Ich schwamm ein paar Züge, spürte, wie mein Körper sich an die Temperatur gewöhnte, und dann sah ich sie wieder. Sie schwamm auf mich zu, langsam, ohne Eile. Als sie nah genug war, blieb sie stehen – das Wasser reichte uns beiden bis zur Brust.
„Gut, oder?“, sagte sie.
„Ja.“
Wir standen da, nur ein paar Zentimeter voneinander entfernt. Der Nebel umgab uns wie ein Schleier, und plötzlich fühlte es sich wirklich so an, als wären wir allein auf der Welt. Niemand konnte uns sehen. Niemand konnte uns hören.
Ihre Hand berührte meine Schulter. Leicht. Beiläufig. Aber die Berührung ging durch meinen ganzen Körper.
„Du zitterst“, sagte sie leise.
„Kälte“, log ich.
Sie lächelte wieder. „Sicher?“
Ihre Hand glitt weiter, über meine Schulter, meinen Arm hinunter. Ich hielt den Atem an. Wir sahen uns an, und ich wusste, dass sie genau wusste, was sie tat. Dass sie sehen konnte, wie mein Herz raste, wie meine Atmung flacher wurde.

„Wie heißt du?“, fragte ich, weil ich irgendetwas sagen musste.
„Mara“, sagte sie. „Und du?“
„Janne.“
„Janne.“ Sie wiederholte meinen Namen, als würde sie ihn probieren. „Gefällt mir.“
Dann küsste sie mich.
Es war kein zaghafter Kuss. Nichts Vorsichtiges. Ihre Lippen waren kalt und nass vom Seewasser, aber ihr Mund war warm. Ihre Zunge fand meine, und ich stöhnte leise, konnte nicht anders. Meine Hände fanden ihren Körper, zogen sie näher, und sie kam bereitwillig. Ihr Körper presste sich gegen meinen, und ich spürte ihre Brüste durch den nassen Stoff ihres Badeanzugs.
„Komm“, flüsterte sie gegen meine Lippen.
Wir schwammen zurück zum Ufer. Nicht zum Steg, sondern zu einer kleinen Bucht, versteckt hinter Schilf und Büschen. Der Boden war sandig und weich unter meinen Füßen. Mara zog mich mit sich, bis wir das flache Wasser erreichten, und dann drehte sie sich zu mir um.
Ihre Hände glitten unter mein nasses T-Shirt – das ich noch anhatte, obwohl es klatschnass war. Sie schob es hoch, und ich hob die Arme, ließ sie es über meinen Kopf ziehen. Der kühle Morgenwind ließ meine Brustwarzen hart werden, und Mara sah mich an, als wäre ich das Schönste, was sie je gesehen hatte.
„Du bist wunderschön“, sagte sie, und ich glaubte ihr.
Sie beugte sich vor und küsste meinen Hals. Ihre Lippen waren weich, ihre Zunge warm. Sie wanderte tiefer, über mein Schlüsselbein, dann zu meiner Brust. Als ihr Mund meine Brustwarze erreichte, biss sie leicht zu, und ich keuchte auf. Meine Finger gruben sich in ihre nassen Haare.
„Mara…“
„Schh.“ Sie sah zu mir hoch, ihre dunklen Augen voller Verlangen. „Lass mich.“
Ihre Hände glitten über meinen Bauch, unter den Bund meiner Jogginghose. Sie zögerte nicht. Schob den Stoff hinunter, bis ich nackt vor ihr stand. Ich hätte mich schämen sollen – hier draußen, am Seeufer, im Nebel –, aber ich tat es nicht. Im Gegenteil. Es fühlte sich richtig an. Befreiend.
Mara küsste mich wieder, während ihre Hand zwischen meine Beine glitt. Ihre Finger fanden meine Nässe, und sie lächelte gegen meine Lippen.
„Du willst das genauso sehr wie ich“, flüsterte sie.
„Ja.“
Ihre Finger glitten über meine Klitoris, in langsamen, kreisenden Bewegungen. Ich stöhnte, lehnte mich gegen sie, meine Beine zitterten. Sie hielt mich fest, ihr Körper stützte meinen, während ihre Hand weiter arbeitete. Dann schob sie zwei Finger in mich, und ich schrie auf – leise, aber unkontrolliert.
„Genau so“, murmelte sie. „Lass es raus.“
Sie fickte mich mit ihren Fingern, langsam zuerst, dann schneller. Ihr Daumen rieb über meine Klitoris, und ich spürte, wie die Hitze in mir aufstieg. Ich klammerte mich an sie, meine Fingernägel kratzten über ihren nassen Badeanzug. Sie küsste meinen Hals, meine Schulter, biss leicht zu – und das brachte mich über die Kante.
Ich kam heftig, mein ganzer Körper verkrampfte sich. Ich schrie ihren Namen, und sie hielt mich fest, ihre Finger noch immer in mir, bis die Wellen abklangen. Dann zog sie sie langsam heraus und sah mich an.

„Schön“, sagte sie einfach.
Ich atmete schwer, mein Herz raste noch immer. „Du bist… verdammt…“
Sie lachte leise. „Was?“
„Ich weiß nicht. Unerwartet.“
„Das Leben ist unerwartet.“
Ich wollte etwas erwidern, aber sie küsste mich wieder, und diesmal war ich es, die die Kontrolle übernahm. Meine Hände schoben die Träger ihres Badeanzugs von ihren Schultern, zogen den Stoff hinunter, bis ihre Brüste frei waren. Ich beugte mich vor, nahm eine Brustwarze in den Mund, und sie stöhnte auf. Ihre Finger gruben sich in meine Schultern.
Ich schob den Badeanzug weiter hinunter, über ihre Hüften, bis er um ihre Knöchel hing. Sie trat heraus, und dann waren wir beide nackt, im flachen Wasser, umgeben vom Nebel. Es war surreal. Draußen, unter freiem Himmel, wo uns theoretisch jeder hätte sehen können – aber gleichzeitig völlig unsichtbar.
Meine Hand glitt zwischen ihre Beine, und sie war genauso nass wie ich. Ich rieb über ihre Klitoris, spürte, wie sie sich gegen meine Hand presste. Dann schob ich zwei Finger in sie, und sie keuchte.
„Ja… genau da…“
Ich fickte sie langsam, spürte, wie eng sie war, wie warm. Mein Daumen fand ihren Kitzler, rieb in kreisenden Bewegungen, und ihre Atmung wurde flacher. Sie klammerte sich an mich, ihr Kopf fiel nach hinten, und ich küsste ihren Hals, biss leicht zu.
„Janne… ich komme…“
Ich machte weiter, schneller jetzt, und dann spürte ich, wie sie sich verkrampfte. Ihr Stöhnen hallte über das Wasser, und ich spürte, wie sie um meine Finger zuckte. Es war atemberaubend. Erregend. Ich hätte sie stundenlang so beobachten können.
Als sie fertig war, lehnte sie sich gegen mich, ihre Stirn an meiner Schulter. Wir standen da, beide noch immer atemlos, beide noch immer zitternd.

„Das war…“, begann sie.
„Ja.“
Wir lachten beide, leise und erschöpft. Dann zog sie mich wieder ins tiefere Wasser, und wir schwammen ein paar Minuten, ohne zu sprechen. Der Nebel begann sich langsam zu lichten, und ich konnte das andere Ufer erahnen. Die Welt kehrte zurück.
Als wir wieder an Land gingen, zogen wir uns schweigend an. Meine Jogginghose klebte an meiner nassen Haut, und ich fror plötzlich. Aber ich fühlte mich auch lebendig. Wacher als je zuvor.
„Bleibst du lange hier?“, fragte Mara, während sie ihr nasses Haar auswrang.
„Noch eine Woche.“
„Gut.“
Sie sah mich an, und ich sah das Versprechen in ihren Augen. Das war nicht das Ende. Das war erst der Anfang. Und es erinnerte mich an jene Geschichten, die man nur flüsternd erzählt – die, bei denen man nie weiß, ob sie wahr sind oder nur schöne Fantasien.
„Morgen?“, fragte ich.
„Morgen“, bestätigte sie.
Dann drehte sie sich um und verschwand im letzten Rest des Nebels. Ich stand da, noch immer zitternd, noch immer spürend, wo ihre Hände gewesen waren. Und ich wusste, dass ich auf den nächsten Morgen nicht würde warten können.
Als ich zurück zum Ferienhaus ging, fühlte sich alles anders an. Die Luft, das Licht, mein Körper. Ich war nicht mehr dieselbe Person, die vor einer Stunde hier entlang gelaufen war. Mara hatte etwas in mir geweckt – etwas, das ich nicht erklären konnte, aber das ich nicht mehr loslassen wollte.
Ich duschte lange, ließ das heiße Wasser über meinen Körper laufen, und dachte an sie. An ihre Hände, ihren Mund, ihre Stimme. Ich berührte mich selbst, kam noch einmal, während ich an sie dachte. Und dann, erschöpft und zufrieden, legte ich mich zurück ins Bett.
Aber schlafen konnte ich nicht. Ich lag da, starrte an die Decke, und zählte die Stunden bis zum nächsten Morgen. Bis zum nächsten Nebel. Bis zur nächsten Begegnung mit der Frau, die mir gezeigt hatte, dass Spontanität manchmal das Aufregendste ist, was man erleben kann.
Und während ich da lag, spürte ich noch immer ihren Atem an meinem Hals. Noch immer ihre Finger in mir. Noch immer das Echo ihrer Stimme: „Lass es raus.“
Ich würde es rauslassen. Jeden Morgen. Jeden Nebel. So lange, wie diese Woche dauerte. Und vielleicht würde ich danach nie wieder dieselbe sein. Aber das war in Ordnung. Mehr als in Ordnung. Es war genau das, was ich gebraucht hatte, ohne es zu wissen.
Am nächsten Morgen war ich noch vor Sonnenaufgang am See. Der Nebel war wieder da, dichter als am Tag zuvor. Und sie auch. Mara stand am Ufer, nackt diesmal, und sah mich an, als hätte sie die ganze Nacht auf mich gewartet.

„Komm“, sagte sie einfach.
Und ich ging.
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Ich bin eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin und Wortakrobatin. Meine Reise als Autorin begann in meiner Kindheit, umgeben von Büchern und inspiriert von den unzähligen Welten, die sie enthüllten. Meine Werke sind ein Spiegelbild meiner Fantasie – eine Mischung aus Realität und Traumwelt, in der die Charaktere zum Leben erwachen und Leser auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen.